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BOV Premier League, Saison 11/12, 15.01.2012 |
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Valletta F. C. - Mqabba F. C. 2:1 Paola, Hibernians Stadium (ca. 1.200 Zuschauer) |
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Regen, Regen, Regen – war zumindest angesagt. Nach unserem spärlichen Frühstück, wahlweise Toast mit Käse oder Toast mit komischer Wurst, empfing uns strahlender Sonnenschein. Da unser Match of the day erst um 16:00 Uhr angepfiffen wurde, wollten wir heute mal so richtig schön einen auf Tourist machen und die Wahnsinnssumme von 10 Euro pro Mann in eine Küstenrundfahrt investieren. Der dazu benötigte Kahn war allerdings eine einfache Fähre die Sliema mit Valletta verbindet und mit 1,50 EUR für die Passage nicht gerade teuer war. Man hüpft sozusagen von der einen Landzunge auf die nächste und spart dabei mindestens eine halbe Stunde. Der Seelenverkäufer schipperte gemütlich durch die Bucht vorbei an Fort Manoel auf die andere Seite. In Valletta angekommen schlenderten wir die Republic Street bis zum Hafen runter. Im Prinzip liegen fast alle Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt auf diesem autofreien Boulevard. An dessen Ende befindet sich das Fort St. Elmo, wo sich einst die Türken und später deutsche U-Boote die Zähne ausbissen. Eigentlich war geplant das dort beherbergte National War Museum zu besuchen, dieses war aber aus unerfindlichen Gründen geschlossen. So setzten wir unseren Fußmarsch entlang des Wassers fort und standen auf einmal vor einem amerikanischen Kriegsschiff namens USS Whidbey Islands, einem Kahn der imaallgemeinen Geräte und Bodentruppen von A nach B bringt. Wir vermuteten einfach mal, dass B irgendwo im Persischen Golf liegt. Wir streunerten noch ein bisschen rum, ehe wir uns in den Bus in Richtung Paola setzten. Das Städtchen liegt unweit von Valletta und wird vornehmlich den Werftarbeitern bewohnt. Mitten im Ort steht eine riesige Kirche, ansonsten war hier echt tote Hose angesagt. Keine Menschen auf der Strasse, einzig das nationale Gefängnis sorgte für etwas Publikumsverkehr. In einer Mini-Einkaufspassage hatte wenigstens ein Restaurant auf, wo wir ein spätes Mittagessen einwerfen konnten. Anschließend gab es einen kleinen Verdauungssparzierung... |
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.... zum Hibernians Football Ground. Das Stadion ist eine richtig schöne alte Bude, die zwar nur auf einer Seite ausgebaut ist, aber dank des schönen und einfachen Giebeldaches, unter dem die ganzen Schalensitze untergebracht sind. ein Augenschmaus. Von den Tribünen hat man zudem eine nette Aussicht auf das hübsche Sozialgebäude, die Hafenkräne und auf die Dächer von Valletta. Angeblich soll der FC Valletta über die qualitativ und quantitativ beste Fanszene des Landes verfügen. Angeblich halt, wir fanden die Hibs mit den Paola Ultras gestern besser. Aber nun gut, einzelne Spiele können nicht zur generellen Einschätzung dienen und darüber müssen wir uns eigentlich auch keinen Kopf machen. Als wir den Ground nach Zahlung der obligatorischen sechs Euro betraten, durften wir noch die letzten zwanzig Minuten des ersten Spiels des Tages (Sliema Wanderers gegen Balzan Youth) miterleben. Bei einer roten Karte, einem verschossenen Elfmeter und dem Siegtreffer für den Außenseiter in der Nachspielzeit kann man sich natürlich nicht beschweren. Ein Einheimischer gab uns zudem noch ein paar Infos zum FC Valletta, übrigens 1904 gegründet. Der vielfache Landesmeister ist der einzige Profiverein mit einem Budget von rund 1,2 EUR per anno (also etwa gehobener Oberliga-Etat) und wird sich wohl auch in diesem Jahr die Meisterschaftstrophäe in die Vitrine holen. Bekanntester Spieler im Kader ist Michael Mifsud, der schon einmal für den 1. FC Kaiserslautern seine Stiefel schnürte. Eine kleine Ultragruppe namens „Beltin“ formierte sich am Zaun und begleitete den Einlauf der Mannschaften akustisch. Im weiteren Spielverlauf wurden diese aber immer leiser, dafür die Pöbeleien der restlichen, dem FC Valletta zugetanen Personen, deutlicher lauter. Grund war abartiges Gestolpere ihrer Götter und das (zunächst) unbefriedigende Ergebnis. Die Gäste gingen durch eine tolle Einzelleistung von John Nwoba in Führung. Der Typ war ein ständiger Unruheherd und erinnerte mit seinen geschmeidigen Bewegungen an Viktor Agali, der bekanntlich einst für den FC Schalke 04 auf Torejagd ging. Der FC Valletta versuchte dem Spiel eine gewisse Struktur zu verleihen, allerdings vergebens. Der Ausgleich fiel erst nach einer Stunde (durch Michael Mifsud) und leitete die hektische Schlussphase ein, die am Ende den Favoriten mit drei Punkten belohnte. Tore. 0:1 (10. Min.) Nwoba, 1:1 (60. Min.) Mifsud, 2:1 (90. Min.) Borg. .... |
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Damit kann das Kapitel “Fußball auf Malta” geschlossen werden. Den Abend verbrachten wir recht unspektakulär mit Essen aus dem Supermarkt und den Montag saßen wir bis zu unserem Abflug am späten Nachmittag in der Sonne bei lecker Kaffee und Rührei. Fazit: Fußballerisch ist Malta natürlich nicht das gelobte Land, das Niveau der Liga wurde ich irgendwo zwischen Regional- und Oberliga einordnen. Supportmäßig gab es wenige lichte Momente, dafür kann man aufgrund der schönen Übersichtlichkeit die Zeit auch vor und nach den Spielen sinnvoll nutzen. Wer einmal auf Malta war, wird aber auch nicht wiederkommen und wer wie ich schon mal für ganze zwei Wochen auf diesem Eiland war, der kennt jeden Stein. Aber auch sonst war es nicht die Knallertour (was aber nicht an Malta lag), da so rückblickend die besonderen Momente fehlten. Aber wenn auch nur den Kopp mit anderen Dingen voll hat, dann kann man auch nicht entspannen, gelle? |
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Tageskilometer: 1.889 km Flug von Malta via München nach Berlin Saisonkilometer: 46.418 km: (21.699 km Flug, 19.810 km Bahn, 4.829 km KFZ, 90 km Bus) zum Vergleich 10/11: 68.753 km: (19.473 km Flugzeug, 38.526 km Bahn, 10.580 KFZ, 173 km Bus) |
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