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Champions League, Saison 10/11, 15.02.2011 |
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Valencia C. F. - FC Schalke 04 1:1 Valencia, Estadio de Mestalla (42.703 Zuschauer) |
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Mestalla Hätte ich einen Wunsch bei der Auslosung zum Achtelfinale frei gehabt, er lautete: Egal, Hauptsache nicht Spanien. Aber auf Einzelschicksale nimmt ja noch nicht mal das Auslosungskomitee der UEFA Rücksicht und als dann endlich feststand wann das Match über die Bühne gehen sollte wurden flugs die möglichen Verbindungen gecheckt. Die Variante Berlin-Bergamo-Valencia und zurück war am Ende die günstigste (88 Schleifen) und so starteten wir (Freddy, Ronny, Patric, der Premnitzer e yo) am Montagmittag gen Bergamo, wo wir pünktlich landeten und die fünf Stunden bis zum Weiterflug nach Spanien in dem Flughafen gegenüberliegenden Einkaufszentrum überbrückten. Um 19:04 Uhr waren wir schließlich am Zielort und dort teilte sich die Gruppe auf. Freddy und Ronny bezogen das günstige und gute Hostel in der Innenstadt, während der Rest sich in den etwa 10 km entfernten (gefühlte 100 km) Außenbezirk von Valencia aufmachte um dort eine Ferienwohnung direkt am Strand zu beziehen. Nette Butze, aber viel zu weit draußen und am Ende teurer als das ursprünglich favorisierte Hostel. Dafür aber mit Meerblick, ein Luxus, den man gerade nachts mitten im Februar nicht unterschätzen sollte. Ein- und letztmalig gebe ich derlei Buchungsaktivitäten aus der Hand. Genug gemeckert! Nachdem alle ihre Schränkchen eingeräumt hatten, ging es die 100 km zurück in die Stadt um neben den Mitreisenden noch einige Versprengte aufzunehmen und dann langsam durch das Nachtleben von Valencia zu gleiten. Im Prinzip wurden wir getrieben von den sehr ungleichen Öffnungszeiten. Kaum betraten wir einen Laden, war der gerade dabei dicht zu machen. Aber hartnäckig wir wie waren, landeten wir am Ende erst in einem ganzen üblen Tanzschuppen (mit hoher Homosexuellenquote) und am Ende in der hiesigen Markthalle. Als Belohnung durften wir schließlich vor dem Zubettgehen den Sonnenaufgang bestaunen. Das Nachtleben von Valencia wurde somit für gut befunden. |
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Am nächsten Morgen war es dann schon Nachmittag als wir am zentralen Treffpunkt Plaza de la Reina, wo sich auch das Wahrzeichen der Stadt, die Kathedrale, befindet, eintrafen. Das Honkvolk plünderte derweil die Straßenverkäufer und lief anschließend mit dusselig glänzenden Hüten durch die Gegend. Nachdem die ersten Konterbierchen den arg strapazierten Lebern zugeführt wurden, machte sich der Tross (ich tippe mal auf ca. 1.000 GEstalten) unter massivem Polizeischutz auf in Richtung Stadion. Unterwegs gab es die ersten kleinen Reibereien mit den Knüppelboys, die die Meute ziemlich unsanft auf den rechten Weg zu bringen versuchte. Nach den schlechten Erfahrungen mit der Polizei und dem Ordnungsdienst in Portugal wollte die UEFA das Spiel in Valencia unter besondere Beobachtung stellen. Naja, mal schauen was dabei rauskommen wird. Am Gästeeingang rappelte es dann erneut, was nicht nur zahlreiche blaue Flecken als Konsequenz zur Folge hatte. Drei Personen der ersten Reihe wurden nach intensiver körperlicher Behandlung aus dem Verkehr gezogen und einem Schnellrichter zugeführt (übrigens mit null bzw. wenig Konsequenz für die betreffenden Personen). Da wir auf das Gedränge keinen Bock hatten, verdrückten wir uns wieder und ließen die Zeit bis zum Anpfiff in einem nahe gelegenen Restaurant verstreichen. Etwa zehn Minuten vor dem Kickoff schoben wir unsere 50-Euro teuren Karten durch den dafür vorgesehenen Leser. Dank des unermüdlichen Einsatzes unserer Fanvertreter dürfen sich die gut 2.500 Gäste in den nächsten Tagen über eine Gutschrift auf ihrem Konto erfreuen, da der ziemlich klamme Valencia Football Clube den Einheimischen für gleichwertige Karten weniger abknöpfte. Die Intervention auf Vereinsebene brachte nichts ein, erst als die UEFA eingeschaltet wurde fiel den Spaniern ihr peinliches „Missgeschick“ auf. Ausverkauft war die Bude nicht, der Gast scheint auf der iberischen Halbinsel auch keine Wurst vom Tisch zu ziehen. |
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Das Mestalla, benannt nach einem stinkenden Kanal, liegt mitten in der Stadt und ist umgeben von Wohnhäusern. Das 1923 eröffnete Stadion verfügt nur über eine Überdachung und gerade die Oberränge sind extrem steil. Die Blauen bekamen zwei Blöcke im Oberrang zugeteilt und trotz der fehlenden Überdachung war der Support ordentlich. Auf der Gegenseite fielen optisch und akustisch nur die Leute (Ultras Yomus und eine weitere Gruppe) in zwei recht kleinen Eckblöcken auf. Das Spiel begann ganz gut mit einer dicken Chance durch unseren Holländer, der aber, wie in den vorangegangen Wochen, kläglich versagte. Das frühe 1:0 für die Gastgeber resultierte mal wieder aus einem Bock von Herrn M., der mit einem stümperhaften Fehlpass den Treffer ermöglichte. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit war Valencia die spielbestimmende Mannschaft und ging nicht unverdient mit der dünnen Führung in die Kabine. Für den zweiten Durchgang schienen sich die Mannen in Blau und Weiß etwas vorgenommen zu haben, denn die Truppe war wesentlich präsenter und erzielte durch die Espana-Connection verdient den Ausgleich. Mit ein bisschen Glück wäre sogar noch ein Sieg drin gewesen, aber man will ja nicht gierig sein. Die zweite Halbzeit gab zumindest Hoffnung auf ein erfolgreiches Rückspiel. Nach der international üblichen Blocksperre trennte sich die Spreu vom Weizen, wobei ich diesmal der Gruppe Spreu angehörte weil man unserer Appartement nur geschlossen betreten konnte und wir am nächsten Morgen recht früh die Düse machen mussten. Der Rückweg gestaltete sich ähnlich spektakulär wie der Hinweg, nur dass wir diesmal satte acht Stunden in Bergamo zu überbrücken hatten. Nach Pizzaessen und Oberstadt im Regen erkunden landeten wir wieder im bekannten Einkaufscenter gegenüber des Terminals und schlugen mit gut drei Dutzend weiterer Blauer die Zeit tot. Valencia war von den bisherigen internationalen Touren in dieser Saison die mit Abstand mieseste. Tore: 1:0 (17. Min.) Soldado, 1:1 (63. Min.) Raul |
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Tageskilometer: 3.756 km Flug von Berlin über Bergamo nach Valencia und zurück Saisonkilometer: 49.282 km (15.609 km Flugzeug, 10.183 km KFZ, 23.490 km Bahn) zum Vergleich 09/10: 59.940 km: (8.914 km Flugzeug, 24.610 km Bahn, 21.416 KFZ) |
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