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Pohár
Am
Sonntag, diesmal mit dem Skinhead aus Südniedersachsen an Bord, ging es zum
geschenkten Spielchen.
Bei diesem
Match handelte es sich um ein Qualifikationsspiel zum tschechischen Pokal.
In dieser Vorrunde sind die Kreispokalsieger und ein paar Teams aus der 4.
Liga vertreten. Der Parkplatz vor dem Stadion war schon rappelvoll, als wir
eine halbe Stunde vor Spieleröffnung dort eintrafen. Mit leichtem Schritt
tippelten wir zum vermeintlichen Kassenhäuschen und siehe da – nix da. Nur
ganze drei Typen saßen im Unterhemd an einem Biertisch und tranken Bier (ok,
nur einer, die anderen beiden Wasser). Kurz nachgefragt und als Antwort
bekamen wir, dass das heutige Spiel in Kajov stattfinden würde. Durch das
Nest sind wir auf dem Hinweg gekommen und auf dem hiesigen Sportplatz ohne
Ausbau machten sich in der Tat auch ein paar Spieler warm. Oh ne, kurz
diskutiert ob wir dorthin zurückfahren sollen und exakt 50 % der Gruppe
wollte (Mike) und die restliche überwiegende Mehrheit nicht (ich). Aber wer
Mike kennt, der weiß natürlich auch, dass wir trotzdem umgedreht sind.
Irgendwie auch logisch, zurück mussten wir ja sowieso. Praktischerweise
konnte man in Kajov (ca. acht Autominuten südwestlich von Cesky Krumlov) das
Automobil direkt am Spielfeldrand parken. Um Punkt 16:30 Uhr standen
schließlich alle bereit nur irgendwas fehlte für den ordnungsgemäßen
Anpfiff. Richtig, das Trio namens Schiedsrichtergespann. Die kamen dann auch
mit einem Kleintransporter und zu unserer Verwunderung handelte es sich bei
den drei Sportsfreunden um unsere Freunde in den Unterhemden. Somit konnte
das Spiel ordnungsgemäß angepfiffen werden. Der Kick war zunächst (und
selbstverständlich) totale Obergrütze, aber wie sagt man so schön – es
entwickelt sich – und zwar zu einem richtigen Pokalkracher. Erst gingen die
Favoriten bzw. Gäste in Führung, fingen sich dann aber den Ausgleich und
bekamen Mitte der zweiten Halbzeit mit einem Kracher aus locker 40 Metern
den nächsten Treffer eingeschenkt. Der Torschütze flippte total aus und
kriegte sich gar nicht mehr über sein Jahrhunderttor ein. Nur leider waren
weder nationale noch internationale Fernsehanstalten vor Ort, dabei
überträgt Eurosport normalerweise jeden Rotz. Pech gehabt, aber der Treffer
wäre bei uns mit Sicherheit in die Auswahl zum Tor des Monats gekommen. Am
Ende waren wir doch zufrieden mit dem Spielchen, zumal am Ende der
Außenseiter dank einer überzeugenden kämpferischen Leistung siegte.
Tore: 0:1
(30. Min.) Houdek, 1:1 (45. Min.) Klivanda, 2:1 (65. Min.) Pilska, 3:1 (90.
Min.) Petule |