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1. Bundesliga, Saison 09/10, 26.02.2010

 

FC Schalke 04 - Borussia Dortmund

2:1

Gelsenkirchen, Arena (61.673 Zuschauer, ausverkauft)

 

Zweieinhalb Arbeitstage nach Israel stand das nächste Highlight auf der Matte: der ewige Kampf von Gut gegen Böse. Das letzte (Heim-)Derby fand vor fast genau einem Jahr auch an einem Freitagabend statt und da es dort auch Randale gab, dachten sich die Deppen von der Ansetzungsabteilung der DFL wohl: „Mensch, doll – dann machen wir das wieder alles im Dunkeln!“. Passiert ist aber nix, soviel vorweg. Die üblichen Mitfahrer verließen die Hauptstadt schon um 8:00 (!!!) Uhr, so dass ich mir den Urlaubstag sparte und das Angebot des mobilen Staatskonzerns in Anspruch nahm.

Optische Leckerbissen seitens der Nordkurve, geschweige denn aus dem Gästeblock, gab es an diesem Abend wie erwartet nicht. Die Anderen präsentierten sich aber durchaus geräuschvoll und der Block war schon weit vor Anpfiff ständig in Bewegung. Als die Mannschaftsaufstellungen verlesen wurden, die ungeliebten Gäste hatten Vortritt, meldete sich erstmals die Fraktion Blau-Weiß zu Wort und pfiff den Dreck zusammen, richtig ohrenbetäubend als Herr Lügenbaron Großkotz namentlich auf dem Monitor erschien. Der hätte sich auch gleich ein Denkmal setzen können, als er freistehend vor dem weltbesten Torhüter auftauchte und kläglich vergab. Später wiederholte er dann noch einmal seine Torungefährlichkeit. In der ersten Halbzeit waren die Doofen zwar nicht gut, aber zumindest besser, da Schalke sich einen totalen Scheiß zusammenspielte. Mehr als einen guten Kopfball von Bordon gab es nicht zu sehen. Auch akustisch kam nicht viel rüber, unerfreulicherweise hatten auch hier die Doofen die Nase vorn. Als man sich gerade freute mit einem 0:0 und einem blauen Auge in die Halbzeit gegangen zu sein, pfiff gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs der Mann ohne jeglichen Ballkontakt Elfmeter für die Hässlichen. Das Schlimmste aller Szenarien traf ein – ein jubelnder Gästeblock untermalt von einem fetten Bengalo. Aber Schalke ist halt nicht mehr das Schalke aus der Vorjahren. Geduldig ertrug das Publikum den Rumpelfussball und nach dem Rückstand ging auf einmal ein Ruck durch die Halle, die die Mannschaft aus der Lethargie riss. Die Angriffsmaschinerie begann auf einmal zu laufen und eine typische Szene dieser Saison – Freistoß von Schmitz kurz auf den Kopf  von Höwedes und drin war die Murmel – sorgte für den Ausgleich. Die Doofen veränderten ihre Taktik nicht um einen Hauch und blieben passiv, so dass Rakitic formvollendet in die lange Ecke zum Sieg einschlenzen durfte. Tor für Schalke, Tor gegen die Doofen, Tor kurz vor Schluss. Fußballherz was willst Du mehr?

Tore: 0:1 (47. Min.) Sahin, 1:1 (66. Min.) Höwedes, 2:1 (83. Min.) Rakitic

 
 
 

Tageskilometer:                      510 km mit der Bahn von Berlin nach Gelsenkirchen

Saisonkilometer:               41.384 km  (8.914 km Flug, 20.004 km Bahn, 12.466 km KFZ)

zum Vergleich 08/09: 59.549 km: (16.833 km Flugzeug, 30.001 km Bahn, 12.355 KFZ, 360 km Bus)

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