|
ÖFB-Pokal, Saison 09/10, 15.08.2009 |
||
|
|
||
|
|
SK Vorwärts Steyr – Kommerz statt Kult 1:7 Steyr, Vorwärts-Stadion (5.700 Zuschauer) |
|
|
|
||
|
Der Ausflug nach Oberösterreich war ursprünglich zu zweit geplant, aber da Meister S. eine nicht für möglich gehaltene Flexibilität während des NFV-Pokalknallers in Braunschweig an den Tag legte, waren wir plötzlich als Quartett (Maik, das Ehepaar S. und ich) am späten Samstag Vormittag in Regensburg verabredet. Die anfänglich geplante Variante, erst ab Passau den Leihwagen zu buchen scheiterte an der Tatsache, dass Bayern an diesem Tag Mariäs Aufnahme in den Himmel feierte und sämtliche Verleihstationen geschlossen hatten. In Regensburg hingegen offerierte die Deutsche Bahn Mietkarren, die man sogar zum Stundentarif hätte ausleihen können. Gegen Mittag verließen wir schließlich die Hauptstadt der Oberpfalz und steuerten auf direktem Weg Steyr, wo einst Autos und Motorräder der Marke PUCH produziert wurden, in Oberösterreich an. Da wir auf dem Hinweg aufgrund solch unwichtiger Dinger wie Tanken und „Sich-vom-Navi-verarschen-lassen“ Zeit verloren, fiel die Erkundung der Statutarstadt ins Wasser. Die für eine zügige Abfahrt notwendige Parkposition stellten wir eine halbe Stunde vor Anpfiff sicher und lösten am Eingang die Billets für das Erst- bzw. (für Steyr war es schon die zweite Partie) Zweitrundenspiel des österreichischen Pokalwettbewerbs. Im Sommer 2001 trat der SK Vorwärts Steyer in der achten Liga neu an, da der Verein ein halbes Jahr zuvor Pleite ging. Vor zwei Jahren sahen 7.000 Zuschauer das entscheidende Spiel um den Aufstieg in die Oberliga gegen Union Weißkirchen, welches 1:1 endete und dafür sorgte, dass Weißkirchen aufstieg. Erst in diesem Sommer folgte der SK Vorwärts, der zu einem der ältesten Fußballvereine (gegründet 1919) in Österreich gehört. Er war Gründungsmitglied des Verbandes der Arbeiter-Fußballer und wechselte erst nach Auflösung dieser Vereinigung im Jahre 1934 in den „normalen“ Spielbetrieb. Nach dem zweiten Weltkrieg spielte der Klub in der Staatsliga (höchste Spielklasse), stieg aber zwei Jahre später ab und kehrte erst 1988 wieder zurück. Parallel zum Aufstieg verpflichtete der Verein als erster westeuropäischer Verein mit Oleg Blochin einen Spieler aus der UdSSR. Ausverkauft war die Partie nicht, vermutlich lag es an dem unattraktiven Gegner und nicht am Wetter, da die Sonne ungehindert schien und für Rekordtemperaturen in Oberösterreich sorgte. Für die, die dann doch kamen präsentierte die heimische Hintertorseite eine schöne Choreographie mit gespannten Bändern vom Tribünendach in den Block hinein. Die gewählte Aufschrift „Lieber Phönix aus der Asche als Bullen aus der Retorte'“ war genauso eindeutig wie das Ergebnis. Der Oberligist ließ die Ungeliebten gewähren und ergab sich früh seinem Schicksal. Der Steyr-Anhang hinter dem Tor supportete dennoch mehr als ordentlich und die paar Hansels im Gästeblock vernahm man nur beim Jubel. Tore: 0:1 (4. Min.) Rakic, 0:2 (12. Min.) Rakic, 0:3 (14. Min.) Rakic, 0:4 (48. Min.) Nelisse, 0:5 (53. Min.) Sekagya, 0:6 (67. Min.) Nelisse, 0:7 (75. Min.) Rakic, 1:7 (90. Min.) Vogel. |
||
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||
|
Stadion: Das Vorwärts-Stadion war der Höhepunkt des Spielbesuchs. Jede Seite sieht anders aus und erinnert an eine in sich gewachsene Sportanlage. Der Platz dient dem SK Vorwärts seit Mitte der 30er Jahren als Heimspielstätte, nachdem man zuvor meist beim ungeliebten Lokalrivalen SK Amateure zur Untermiete spielte. Nach dem zweiten Weltkrieg und der Aufnahme in die Staatsliga wurde aus dem Sportplatz langsam ein Sportplatz mit Ausbau, wobei anfangs nur Grashügel erschaffen wurden. Erst 1986 wurde es zu einem richtigen Stadion ausgebaut, dessen Hauptelement die neue überdachte Sitzplatztribüne ist. Drei Jahre später wurde die Hintertorseite, auf der noch heute der Anhang steht, ausgebaut und ein Jahr später gab es ein Sozialgebäude. Erst 1993 wurde die dringend notwendige Flutlichtanlage installiert. |
||
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||
|
Tageskilometer: 1.050 km: 804 km Bahn Berlin - Regensburg, 246 km KFZ Regensburg - Steyr Saisonkilometer: 13.227 km KFZ (3.196 km Flug, 8.233 km Bahn, 1.798 km KFZ) zum Vergleich 08/09: 59.549 km: (16.833 km Flugzeug, 30.001 km Bahn, 12.355 KFZ, 360 km Bus) |
||
|
|
||
|
|
||