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Landesliga Hamburg Hammonia, Saison 09/10, 31.07.2009

 

SC Sperber - SC Egenbüttel

3:0

Hamburg, Sperber-Sportplatz (180 Zuschauer)

 

August, Urlaub, Bahnfahren und das fast alles für Nulle! Dumm nur, dass die Erkältung ihre Höhepunkt erreichte als es endlich losgehen solle. Das eigentlich für heute anvisierte Pokalspiel in Ingolstadt wurde daher aus medizinischen Gründen gestrichen und als dann endlich die Vernunft siegte, kroch das kleine Teufelchen auf die Schulter und flüsterte mir in gebrochenem Deutsch ins Ohr: „Zuhause bleiben geht aber auch nicht!“ Recht hatte das hässliche Ding und wenn gar nix mehr geht, in Hamburg geht immer was. Als erstes mögliches Ziel kam mir gleich der Sportplatz der so herrlich neben der U-Bahn-Station liegt in den Sinn und an dem ich gefühlte 50 Mal vorbei gefahren bin. Zwei, drei Klicke später war dann das Glück perfekt, Sperber (so der Name) spielte zu Hause. Eine 90-minütige ICE-Fahrt plus einer kurzen Fahrt mit der U-Bahn später verließ ich an der Station Alterstorf, einer eher feinen Wohngegend, das öffentliche Nahverkehrsnetz. Der SC Sperber ist einer der ältesten Fußballvereine der Hansestadt und hatte seine erfolgreichste Zeit Ende der 60er Jahre, als man mit ein paar ausgedienten HSV-Profis den Aufstieg in die Bundesliga im Visier hatte. Mit einem zunächst fast genialen Finanzkonzept (80 Mark Grundgehalt, und einer Einnahmenverteilung im Verhältnis von 90 (Spieler) zu 10 (Verein)) startete Sperber furios in die Saison 67/68. Bei teilweise 5.000 Besuchern war Sperber für die Spieler eine Goldgrube und da das auch die Clubverantwortlichen bemerkten, kippten sie diese Vereinbarung mit dem Resultat, dass danach fast gar nicht mehr lief und Sperber 1969 ab- statt aufsteigen musste. Mehr Ab als Auf ging es in den Folgejahren und letzte Saison spielten die Grün-Weißen noch in der Bezirksliga. Aber zumindest stiegen sie auf, ganz im Gegensatz zu dem heutigen Gegner, denn der 1953 gegründete SC Egenbüttel ist einer der Oberliga-Absteiger. 

180 Zuschauer sahen einen grandiosen 3:0-Erfolg und es hat sich mal wieder bestätigt, dass der Amateurfußball in Hamburg meist zu überzeugen weiß. Auch sonst ist Hamburg ein ganz lässiges Fleckchen Erde, nur den Einheimischen darf man so was nicht erzählen, da die auch so schon immer meinen, dass sie im Mittelpunkt des Universums leben und einem damit tierisch auf den Sack gehen.

Tore: 1:0 (5. Min.) Ekelund (FE), 2:0 (45. Min.) Radsack, 3:0 Ekelund (FE).

 
 
 

Stadion:

Eine immerhin recht lange Überdachung darf der SC Sperber auf seinem Sperber-Sportplatz (offizieller Name Stadion am Heubergredder) sein Eigen nennen. Sechs einfache Holzbankreihen finden darunter Platz. Daneben kann man ich noch auf der anderen Seite auf einem kleinen Wall, der direkt an die U-Bahn-Linie angrenzt, aufhalten.

 
 
 
 

Tageskilometer:                    596 km Bahn von Berlin nach Hamburg und zurück

Saisonkilometer:               5.344 km KFZ (3.196 km Flug, 596 km Bahn, 1.552 km KFZ)

zum Vergleich 08/09: 59.549 km: (16.833 km Flugzeug, 30.001 km Bahn, 12.355 KFZ, 360 km Bus)

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