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Tippeligaen, Saison 2009, 21.06.09 |
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Stromsgodset IF - Tromsö IL 2:1 Drammen, Marienlyst (5.075 Zuschauer) |
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Sonntagmorgen, die Sonne strahlte vom Firmament und es war der perfekte Tag um rein gar nix zu tun. Das machten wir dann auch und entspannten bei mäßig leckerem, aber dafür nahrhaftem Frühstück vor uns hin. Am frühen Nachmittag verließen wir unsere Liegestühle und begaben uns zum gut einen Kilometer entfernten Bahnhof zu Sandefjord, wo uns die Reisegruppe aus Kaiserslautern in die Arme lief. Die Jungs hatten so richtig Scheiße an den Hacken und hatten ihre ganze Tour inklusive Campingplatz mit Leihwagen geplant. Aber trotz rechtzeitiger Buchung hatte die Verleihbude keinen Leihwagen und fortan mussten die Jungs alles per pedes oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erledigen. Der Campingplatz liegt übrigens acht Kilometer außerhalb von Sandefjord und abends fahren dorthin keine Busse. Unser Tagesziel hieß Drammen, Heimat des Biathlon-Olympiasiegers Ole Einar Bjørndalen und der Brauerei Aass. Das Städtchen liegt ca. 40 km südlich von Oslo bzw. 80 km nördlich von Sandefjord und wäre theoretisch ohne Umstieg direkt zu erreichen gewesen. Ein in Perfektion durchgeführter Schienenersatzverkehr machte einen kleinen Umstieg von Nöten. Unterwegs gab es noch ein paar Lacher, als XXXXXXX (Zensur, Name der Redaktion bekannt) der Tour den Namen gab. Mobile Kommunikation ist aber auch schwer. Etwa zwei Stunden vor dem Kickoff erreichten wir die eher beschauliche Stadt am Fjord (ich tippe mal der heißt Drammenfjord, aber diese brisante Info bitte ohne Gewähr), und wie schon gestern teilte sich die Gruppe auf, da wir bei der Sitzplatzwahl keinen Konsens finden konnten. Das schon bewährte Duo (Ingo & Ego) versuchte sich noch vergeblich in Stadterkundung und blieb dann in einem Restaurant hängen, wo wir nach kurzer Vermittlung eines Kleinkredits der Sparkasse Dormagen die stolze Summe von umgerechnet 14 Euro für zwei 0,4 Liter Aass-Bier investierten. Bei der Berechnung der zu erwartenden Rendite auf dieses eingesetzte Kapital stellten wir uns allerdings ein bisschen dusselig an und genossen stattdessen das Leben. Ohne den dringend notwendigen Elan machten wir uns gegen halb sechs (Anstoß 18:00 Uhr) in Richtung Stadion auf und reihten uns in die Schlange an den Kassenhäuschen, wo das billigste Ticket mit unverschämten 250 Kronen (30 Euro!!!) zu Buche schlagen sollte. Aber mit zwei längst abgelaufenen Bescheinigungen konnten wir den Preis halbieren. Zwei Minuten vor Anpfiff durften wir dann endlich ins Marienlyst Stadion, das rein optisch auch nicht der Knaller ist, aber wenigstens nicht so ganz so steril wirkte wie das gestrige Teil in Sandefjord. Seit 1967 trägt Strømsgodset I.F. hier seine Heimspiele aus und ist nur auf drei Seiten überdacht ausgebaut. Hinter einem Tor gibt es nur ein paar nicht zugängliche (dazu später mehr) Grashügel. Aber schon bald soll dieses Stadion auch in eine Arena umgewandelt werden und zwar nicht nur durch einfache Namensänderung, sondern durch einen Neubau. Während in unseren germanischen Breitengeraden der Trend dahin geht, die trostlosesten Sportplätze oder Kleinststadien mit einem Sponsorenzusatz in eine Arena umzumodeln, ist man in Norwegen schon weiter. Egal ob das Stadion über einen auszureichenden Ausbau verfügt, hier wird direkt eine neue Arena gebaut. Solange die Norweger fleißig Öl aus der Nordsee pumpen spielt Geld keine Rolle und da kann man auch mal den ganzen Tag trotz 18 Stunden Sonnenschein die Flutlichter brennen lassen. Aber ich schweife ab – zum Spiel: Fast 1.700 Kilometer liegen zwischen den Stadien von Stromsgodset IF und Europas nördlichsten Erstligsten Tromsö IL. Umso erstaunlicher, dass der Gästeblock mit ein paar hundert Anhängern gefüllt war. Das Match war besser, auch wenn dies keine Kunst war, als der Kick von gestern. Auf dem gepflegten Kunstrasen spielten beide Teams einen zwar schnellen, aber phasenweise auch unpräzisen Ball. Bei den Gästen stand übrigens der Bosnier Sead Ramovic zwischen den Pfosten, der in Deutschland einst für die Stuttgarter Kickers, den VfL Wolfsburg, Kickers Offenbach und Borussia Mönchengladbach mehr oder minder erfolglos spielte. Eine Viertelstunde vor dem Ende wollten wir uns dem Sonnenschein entziehen und für ein paar gescheite Fotoaufnahmen auf den Graswall hinter dem Tor wechseln. Durch das geschickte Umsetzen diverser Bauzäune klappte dieses Unterfangen anfangs glänzend, aber ein übereifriger Ordner schmiss uns wenige Minuten vor dem Ende vom Gelände. Kurz darauf fiel in der Nachspielzeit das Tor des Tages und wir haben es natürlich nicht gesehen, das sind schon echte Schicksale. |
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Am Bahnhof waren wir wieder vereint, inklusive den Glückskinder aus Kaiserslautern und fuhren wieder mit Bus und Bahn zurück nach Sandefjord. Zumindest fast, denn die Lauterer-Combo durfte schon in Torp den Zug verlassen und die letzten Kilometer zu Fuß zurücklegen und weitere acht bis zum Campingplatz. Als diese dort ankamen, lagen wir schon längst in der Koje. Zuvor schlenderten wir noch ein bisschen durch Sandefjord und fanden im Hafen noch ein paar chillige Bars, deren Eintritt wir aber aus kostenpolitischen Gründen unterließen. Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen, die vier Kollegen flogen gegen Mittag zurück nach Weeze, während ich noch ein paar Stunden Zeit hatte um Land und Leute kennen zu lernen. Sandefjord war bis 1968 das Walfangzentrum und daran erinnert heute noch ein Denkmal am Hafen. Ansonsten ist hier der Hund begraben und außer Postkarten schreiben und doof im Park rumsitzen kann man hier so gut wie gar nix machen. Aber die vier Stunden gingen auch rum und alsbald zum Flughafen, wo es von einem weiteren Ryanair-Ärgernis zu berichten gibt. Die Maschine war gerade einmal zu 2/3 gefüllt und damit ja kein Reisekomfort aufkam, wurden kurzerhand die ersten und letzten sechs Reihen für das Billigreisevolk gesperrt. Da saß man dann doch wieder wie in einer Sardinenbüchse und als Begründung ließen sich die Saftschubsen und Lottoscheinhausierer eine bessere Traktion bei Start und Landung einfallen. Eigentlich hätte man denen dreimal vor den Kopp hauen müssen und fragen sollen ob es jetzt wieder geht. Nach überpünktlicher Landung verhinderte dann eine Zugverspätung ein zeitiges Erscheinen in den heimischen vier Wänden, aber ansonsten war es unterm Strich eine ganz lustige Tour! Wish you were here! |
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Tageskilometer: 1.165 km: 689 km Flug Trop - Bremen, 476 km Bahn Bremen - Berlin Saisonkilometer: 59.549 km: 16.833 km Flugzeug, 30.001 km Bahn, 12.355 km KFZ, 360 km Bus zum Vergleich 07/08: 63.094 km: (34.822 km Flugzeug, 15.407 km KFZ, 10.895 km Bahn, 1.157 km Bus, 490 km Schiff) |
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