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3. Liga, Saison 08/09, 08.03.2009

 

1. FC Union Berlin - Dynamo Dresden

 2:1

Berlin, Friedrich-Ludwig-Jahn Stadion (13.600 Zuschauer)

 

Union im Jahnsportpark ist wie die Reeperbahn im Vatikan. Aber bei Union läuft es derzeit optimal – Siege reihen sich aneinander und in den 23 absolvierten Ligaspielen kassierten die Köpenicker erst unglaubliche 15 Gegentore.

Taktisch klug verabredete man sich im Kollektiv schon um 12 Uhr vor den Stadiontoren um dem allgemeinen Andrang ein Schnippchen zu schlagen. Dumm nur, wenn man die Zeit mit ständigem Bierholen beim Büdchen umme Ecke zu überbrückte und anschließend dann doch wieder inmitten der um Einlass begehrenden Truppen standen. Um das Glück perfekt zu machen fing es dann auch noch an zu schiffen und an den Bierständen im kunterbunten Stadion wurde nur umdrehungsfreies Gesöff angeboten. Es wird endlich Zeit, die unendliche Geschichte Stadionumbau an der Alten Försterei zu beenden. Trotz der widrigen Umstände wollten 13.600 Zuschauer, darunter auch ein paar tausend Sachsen, sich dieses Match geben.

 
 
 

Der Gästeblock setzte sich zu Beginn optisch ganz ordentlich in Szene (Anfang des zweiten Durchgangs dann noch mal), während es auf der „Heimseite“ doch ein wenig bescheidener aussah. Lediglich das Banner mit den Konsequenzen und Verrätern fiel ins Auge, eine Aktion die sich wohl gegen einen ehemaligen und mittlerweile fristlos gekündigten Mitarbeiter richtete, der sich nicht klar genug gegen Hohenschönhausen positionierte. Rein stimmungstechnisch gab es während der 90 Minuten einige Höhe- aber auch ein paar Tiefpunkte. Zeitweilig ging unter dem Dach auf der Gegengeraden die Post ab, danach gab es aber auch immer Phasen der totalen Entspannung und Ruhe. Ich schiebe das einfach mal auf die Spielstätte und das Wetter. Wenn in naher oder ferner Zukunft wieder in der Alten Försterei gespielt wird, dann wird das schon wieder. Dresden dagegen eher mit einem routinierten Auftritt, dafür aber phasenweise beeindruckend laut.

Das Spiel war ausgeglichen und (Achtung Phrase) lebte vom Kampf. Beide Parteien arbeiteten sich in das Match und so sah es dann auch aus. Das Quäntchen mehr Siegeswille entschied kurz vor Schluss die Partie für die Unioner.

Tore: 0:1 (43. Min.) Droby, 1:1 (45. Min.) Biran, 2:1 (82. Min.) Sahin

 

Stadion:

Der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark war ein richtiges Prestigeobjekt der DDR. Das ganze Gelände ist trotz der zentralen (bis 1989 stand es direkt an der Mauer) Lage sehr weitläufig angelegt und verfügt über eine riesige Auffahrt zur Haupttribüne. 1964 wurde eine Flutlichtanlage installiert und seit 1970 gibt es hier eine Tartanbahn. 1986 erfuhr der Sportpark eine Generalüberholung, bei der eine viergeschossige Ehrentribüne (60 Meter langes Dach), die Überdachung der Gegengeraden und eine neue Flutlichtanlage errichtet wurden. Nur 13 Jahre später wurde hier wieder renoviert, weil das Land Berlin es für die Olympiabewerbung fit machen wollte (Kostenpunkt rund 12 Mio. DM).

 

Tageskilometer:             

Saisonkilometer:          46.337 km: 13.967 km Flugzeug, 27.139 km Bahn, 5.011 km KFZ, 220 km Bus

zum Vergleich 07/08: 63.094 km: (34.822 km Flugzeug, 15.407 km KFZ, 10.895 km Bahn, 1.157 km Bus, 490 km Schiff)

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