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UEFA-Cup, Saison 08/09, 03.12.2008 |
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FC Twente Enschede - FC Schalke 04 2:1 Enschede, Arkestadion (24.000 Zuschauer, ausverkauft) |
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Eigentlich hätte an dieser Stelle die schonungslose Reportage vom ereignisreichen UEFA-Cup-Heimspiel gegen Manchester City stehen sollen, aber da eine höhere Macht mich mit einer Magen-Darm-Grippe bedachte, bleibt der Leserschaft dieser Bericht erspart. Eine Woche später stand das letzte europäische Auswärtsmatch in diesem Jahr an und es war so attraktiv wie die Banane gerade ist. Ungeachtet dessen gingen 5.500 Kartenwünsche für 1.000 verfügbare Tickets beim Dachverband ein. Die Kartenverteilung war allerdings äußerst fair und so waren neben der obligatorischen Vereinsmitgliedschaft mindest zwei von sechs (Sofia, Sevilla, Trondheim, Madrid, Nikosia und Santander) Besuche der internationalen Auswärtsspiele Voraussetzung für eine erfolgreiche Zuteilung. Damit ja kein richtiges Eurocup-Feeling aufkam wurde das Büro um 14:30 Uhr verlassen und mit dem IC ging es in zarten drei Stunden bis Osnabrück, wo der Nobelhopper mit seiner wenig noblen Karre wartete. 90 Kilometer (davon 80 km Autobahn) liegen zwischen dem Hauptbahnhof zu Osnabrück und dem Stadion Grolsch Veste (ehemals Arke-Stadion) in Enschede. Die Fahrt verlief staufrei sowie konversationsreich und da der Nobelhopper an diesem Abend zum vierten Mal (ich war auch schon mal hier, im Oktober 2004) dem FC Twente sein Dasein bescherte, wurde ein schöner Privatparkplatz in Stadionnähe gefunden. Da es draußen nasskalt war und wir dem Braten mit unserem tollen Parkplatz nicht trauten, verharrten wir noch im KFZ und sinnierten weiter über die gemeinsamen Paternitätsleiden. Irgendwann war es dann doch Zeit sich dem Hauptereignis zu widmen und so trotteten wir mit dem letzten Versprengten zum Gästeblock, wo an diesem Abend alles ganz easy war. Die Busse parkten im Stadioninneren und so war die Versorgungslage an Brauereiprodukten made in Meschede-Grevenstein exzellent. Die Hürden Drehkreuz und Stewards wurden noch gekonnt genommen, sich allerdings einen gescheiten Platz in einem der drei Blöcke zu organisieren endete in einer mittelschweren Katastrophe. Wer erst zwei Minuten vor Anpfiff die kleinen Gittertreppchen empor steigt, der sollte schon damit rechnen, dass der ein oder andere schon da ist. Wir kamen zumindest gerade noch rechtzeitig um die Heimchoreo miterleben zu dürfen, die einen Obelix und die Jahreszahl 1965, dem Gründjahr von Twente darstellte. Die optischen Darbietungen von Königsblau sollen auch ganz nett gewesen sein, wir standen allerdings dahinter, was den Blick trübte. Ein paar rote Bengalen gingen auf der Gegenseite auch noch an und bei uns im Block stehen einige Jüngere die in Deutschland mehrjährig der Stadionbesuch verboten ist. Dieses Match ist löblicherweise keins der Marke Hochsicherheit und das liegt an dem freundschaftlichen Verhältnissen zwischen den meisten Anhängern beider Clubs (wobei es nicht Wenige gibt, die mit dieser Allianz nicht viel anfangen können – ich zum Beispiel). Noch schwer nach Luft ringend ob des steilen Aufstiegs bis unter das Dach des Gästeblocks jubelten 23.000 Zuschauer leider nicht uns zu, sondern den elf rot-weißen Mannen auf dem Rasen. Das 1:0 aus dem Gewusel heraus und deutlich im Abseits stehend erzielten die Gastgeber nach gerade einmal einer Minute. Ein paar Minuten tobte die Hütte, aber dann war schnell wieder Ruhe und der Gästeblock befreite sich langsam aus der Lethargie und zum Ende der Halbzeit war sogar beidseitig richtig Stimmung im aufgestockten Eckigen. Zum Anpfiff des zweiten Durchgangs versuchte ich mich (sehr zur Belustigung meines Nachbarn) als Ultra-Gehilfe und schwang den mir zugewiesen (hab ganz vergessen nachzugucken, was da überhaupt draufstand) Doppelhalter in den Himmel zu recken. Aber außer dicke Arme gab es rein gar nix für diese unmenschliche Meisterleistung – die Gurkentruppe in Blau und Weiß zertrat weiter fleißig den Rasen anstatt beim Spiel auch mal das Hirn anzuschalten. Phlegmatisches Gekicke, bis auf ein- zwei Ausnahmen! Die logische Konsequenz war das 2:0, das das Stadion komplett zum Ausrasten brachte. Danach wurde es richtig unschön und peinlich im Gästeblock und längst vergessene Gassenhauer wurden entmottet. Bis auf „Hi – Ha - Höre, Schalker Amateure!“ möchte ich dem Rest der Welt den oberpeinlichen Singsang vorenthalten. Kaum noch einer gab einen Pfifferling auf die Mannschaft und das von Leuten die sonst immer die blau-weiße Unterbuchse ihr Leben lang tragen. Selbst als die Gäste sichtbar die Schlussoffensive einläuteten, geht fast gar nix mehr im Gästeblock. Auch nicht nach dem Anschlusstreffer! Am Ende wird trotzdem gefeiert, erst der Gästeblock die gegnerische Mannschaft und anschließend der Rest des Stadions den Gästeblock. Aus in der Vorrunde, wenngleich es noch Optimisten gibt die tatsächlich daran glauben, dass die Anderen (Qualifizierten) am letzten Spieltag für uns spielen werden. Tore: 1:0 (1. Min.) Wielaert, 2:0 (55. Min.) Perez, 2:1 (77. Min.) Asamoah |
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Stadion: Früher hieß das Stadion vom FC Twente Arka und war ein recht schlichter Bau, der durch seine Übersichtlichkeit bestach. Heute heißt es Grolsch Veste und unterscheidet sich vom „Alten“ durch die neuen Oberränge auf der Hauttribüne und über dem Heimblock. Jetzt ist es schon wesentlich imposanter, ansonsten sieht man noch ganz deutlich die Grundstruktur holländischer Stadionbauten. Alle Blöcke im Unterrang sind erhöht erbaut und ebenerdig befinden sich nur die Blockzugänge, die Versorgungsstationen und die Toiletten. |
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Tageskilometer: 932 km, davon 752 km Bahn Berlin - Osnabrück - Berlin, 180 km KFZ Osnabrück - Enschede - Osnabrück Saisonkilometer: 38.054 km: 12.371 km Flugzeug, 23.309 km Bahn, 2.154 km KFZ, 220 km Bus zum Vergleich 07/08: 63.094 km: (34.822 km Flugzeug, 15.407 km KFZ, 10.895 km Bahn, 1.157 km Bus, 490 km Schiff) |
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