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Aufstiegsspiel zur Regionalliga, Saison 07/08, 15.06.08

 

Greifswalder SV 04 - FC Sachsen Leipzig

2:4

Greifswald, Volksstadion (5.054 Zuschauer)

 

 

Greifswald – Hansestadt, Universitätsstadt und der Legende nach auch Hauptstadt der schönsten Menschen in diesem Universum. Aufgrund des letztgenannten Arguments wurde um die Heimat des pommerischen Greifentiers (eine ziemliche ekelige Mutation aus Hauskatze und Federvieh) bislang immer ein großer Bogen gemacht, doch heute war die Ansetzung einfach zu reizvoll um der Stadt am gleichnamigen Bodden seine Aufwartung länger zu verweigern. Der große Traditionsverein Greifswalder SV 04, legitimer Vorgänger und Nachfolger des kaum bekannten GSC, durfte heute den FC Sachsen aus Leipzig empfangen

 
 

[Mit solchen Dingen macht man ja normalerweise keine Späße, aber ein Herz wollte ich jetzt doch mal zum Rasen bringen!] Der GSV hat natürlich nix mit dem alten nicht mehr existierenden Traditionsverein, dem Greifswalder SC, zu tun. Der GSC ging vor ein paar Jahren total pleite und wurde aus dem Vereinsregister gestrichen, während der GSV ein übler Fusionsverein (Zusammenschluss vom SSV Grün-Schwarz Greifswald, ESV/Empor Greifswald und Greifswalder SV 98 im Jahre 2004) ist. Nur die heutige Spielstätte haben sie noch gemein.

Startpunkt unseres (INC-Christian ist für den Plural verantwortlich) Tagesausfluges war der neue Fernbahnhof Berlin-Gesundbrunnen, wo wir bereits um 08:00 Uhr das Wochenend-Ticket lösten. Unsere Befürchtung, mit 2.000 Sachsen aus Leipzig den Zug teilen zu müssen, bestätigte sich nicht und so zockelten wir die zwei Stunden Richtung Norden. Am Zielbahnhof bildeten unzählige Schutzmänner das Empfangskomitee, die auf den ein paar Minuten nach uns eintreffenden Sonderzug mit all den mordenden und brandschatzenden Truppen aus Leutzsch warteten. Mit reichlich Zeit im Gepäck starteten wir unsere Sightseeing-Tour durch die Hansestadt und bekamen neben vielen Bethäusern, pittoresken Plätzen und schnuckeligen Hütten auch ein paar joggende Jugendliche zu Gesicht, die alsbald von den grünen Steuergeldverschwendern gestellt wurden. Ansonsten blieb aber alles ruhig, wie auch später im Stadion, welches von über 5.000 Zuschauern (wovon ca. die Hälfte die Chemiker unterstützten). Daneben konnten wir auch ein paar bekannte Nasen (u. a. aus Fulda, Köln, Gütersloh, Eberswalde und Sandersdorf) begrüßt werden, wodurch der eh schon sehr unterhaltsame Kick noch mal aufgepeppt wurde.

 
Spiel und Stimmung:
 

Trotz des Fehlen der führenden Leutzscher Ultragruppierung war die Stimmung (bis auf ein paar ruhigere Phasen Anfang der zweiten Halbzeit) ganz passabel und so wurde den Zuschauern auch ein kleines Luftballon-Intro dargeboten. Ganz anders die Szenerie auf der Heimseite, hier bekamen die Zuschauer bis auf ein paar Pöbeleien selten den Mund auf. In der ersten Halbzeit dominierten die Gäste das Spielgeschehen und gingen konsequenterweise mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabinen. Ein Doppelschlag der Greifswalder nach dem Wechsel egalisierte den Vorsprung und zwischenzeitlich lag sogar die Führung für den GSV 04 in der Luft, aber zwei weitere Schlafmützigkeiten später war der Auswärtssieg perfekt.

Tore: 0:1 (5. Min.) Baum, 0:2 (45. min.) Breitkopf, 1:2 (46. Min.) Prieske, 2:2 (50. Min.) Schwandt, 2:3 (75. Min.) Garbuschewski, 2:4 (90. Min.) Semmer.

 
 
 
 
Stadion:
 

Darf man dem Stein im Stadion glauben, wurde das Volksstadion im Jahre 1927 erbaut. Auf der einen Längsseite gibt es zahlreiche Sitzbänke, die aber ziemlich flach angeordnet sind. Ein paar Meter weiter hinten gibt es für die ganz wichtigen Menschen noch mal ca. 100 überdachte Plätze, die das Obergeschoss des Hauptgebäudes bilden. Gegenüber gibt es zahlreiche Stehränge, während in den flachen Kurven das Grün regiert. Eine für Oberliga-Verhältnisse sehr ansprechende Anlage die sogar über eine eigene Webseite verfügt, wenngleich sie nicht gerade die konsequente Steigerung des Superlativs ist (www.volksstadion.de).

 
 
 
 

Tageskilometer:                 422 km von Berlin nach Greifswald und zurück mit der Bahn

Saisonkilometer:          60.872 km: (34.822 km Flugzeug, 13.295 km KFZ, 10.895 km Bahn, 1.157 km Bus, 490 km Schiff)

zum Vergleich 06/07: 44.890 km (21.098 km KFZ, 15.117 km Bahn, 7.284 km Flugzeug)

Viele Grüße...

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