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2. Bundesliga, Saison 07/08, 30.03.08 |
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SV Wehen Wiesbaden - SpVgg Greuther Fürth 1:1 Wiesbaden, Arena (7.860 Zuschauer) |
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„Wiesbaden – die Stadt mit Kick“ oder noch besser – „SV Wehen Wiesbaden – Home of Football.“ Mit solchen Worthülsen geht der Taunussteiner Fußballclub auf Kundenfang. Einer davon war der Verfasser dieser Phrasen, denn getreu dem Motto „Wat mut dat mut“ sollte heute das letzte Kreuz in Liga 2 fallen. Die Vervollständigung einer Liga als einziger Motivationsgrund steht zugegebenermaßen auf ziemlich schwachen Füßen, aber so war es mal nun. Nach der Übernachtung in Mannheim, wo eigentlich noch ein unterklassiges Eishockeyspiel visitiert werden sollte (was aufgrund diverser Umstände nach dem Spiel in Karlsruhe dann aber doch nicht besucht wurde), erreichte ich die hessische Landeshauptstadt, in der Roland Koch weiter zu Regieren droht, um kurz vor 12 Uhr. In dem verschlafenen Bahnhof wurden weder Fußballfans oder Gendarmen gesichtet, aber noch war ja Zeit. Um zum Stadion zugelangen, verlässt man den Hauptbahnhof über den rechten Ausgang und latscht dann einfach zehn Minuten lang den Berg rauf (für die etwas Fußkranken empfehle ich die Abkürzung über die Tankstelle, der Weg spart rund ein Dutzend Schritte). Die traditionslose Wettkampfstätte aus Stahlrohrtribünen ist dann gar nicht mehr zu verfehlen, zumal die hermetisch abgeriegelten Wohngegenden als Wegweiser dienen. Mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga wollte der ursprünglich in Taunusstein angesiedelte Club die Marke „Wehen“ etablieren und einen neuen Markt (eben Wiesbaden) erschließen. So bedenklich solche Geschichten an sich auch sind, gibt es doch für den neutralen Interessierten den Vorteil, dass ein noch zu etablierender Verein mit Freikarten rumaast. Das Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage an Haupttribünenkarten geht nicht nur auf Adam Smith zurück, sondern drückt sich – im wahrsten des Wortes – im Preis aus. Nach einer Runde Sonnenbaden am Eingang des richtigen Wiesbadener Stadions („an der Berliner Straße“) heiß es hinein ins Meer an Ordnungskräften, wobei ich wohl das possierlichste Geschöpf seiner Art erwischte. Die Knalltüte stieß folgende Laute beim Anblick meiner Kamera in meine Rucksack aus: „Ui, jetzt haben wir aber ein Problem!“ (man beachte den Plural). Die Lösung des Problems lag dann in der Standardformulierung in Verbindung mit der Präsentation irgendeines Ausweises. Dabei war es diesem gelbbelaibten Exemplar völlig egal, welchen Ausweis man ihm unter die Nase hielt, in dem Fall tat es auch der mit der Aufschrift „Schadensservice Plus“. In letzter Zeit häufen sich allerdings die angeblichen Fotoapparatverbote, wobei diese normalerweise an den Gästeeingängen bundesdeutscher Stadien „existieren“ und daher als normale Schikanemaßnahmen anzusehen sind. Egal (oder auch nicht), Kamera drin – ich drin. |
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| Spiel und Stimmung: | ||
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Neben einigen unschönen Vorkommnissen (exemplarisch sei hier der Oberdoof von Stadionsprecher erwähnt) gab es doch noch ein paar Sachen, die einem nicht vollends die Laune verderben konnten. Zum einen schien die Sonne und zum anderen boten die anfänglich 22 (später aufgrund von Gelb-Rot nur 21) Protagonisten ein flottes und kurzweiliges Spiel. An der Stimmungsfront kämpften beide Seiten (Fürth mit ca. 300 Leuten vor Ort) erfolgreich, mag heißen, es war lauter als befürchtet. Kirmesvideo Tore: 1:0 (36. Min.) Nicu, 1:1 (78. Min.) Achenbach |
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| Stadion: | ||
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Die Arena aus Stahlrohrtribünen gab es vor einem Jahr noch nicht und der Grund für diesen sinnlosen Bau war der noch sinnlosere Umzug des SV Wehen nach Wiesbaden. Das bestehende und direkt nebenan liegende Leichtathletikstadion an der Berliner Straße tat es auch nicht und so wurde letztlich dieses Provisorium aus dem Boden gestampft. Nach vier Monaten intensivem Zusammenschrauben der Fertigbauteile war die neue Butze fertig und so sieht sie dann auch aus. Rasenfläche, vier Stahlrohrtribüne mit Dach drauf – Fertig. |
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Tageskilometer: 756 km mit der Bahn von Karlsruhe über Mannheim und Wiesbaden zurück nach Berlin Saisonkilometer: 49.484 km: (29.407 km Flugzeug, 9.022 km KFZ, 9.408 km Bahn, 1.157 km Bus, 490 km Schiff) zum Vergleich 06/07: 44.890 km (21.098 km KFZ, 15.117 km Bahn, 7.284 km Flugzeug) |
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