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       IV liga, grupa zachodniopomorska, Saison 06/07, 09.06.07             

 

     0:1    

Stal Szczecin - Astra Ustronie Morskie

 

Szczecin, Stadion Stoczniowy (ca. 150 Zuschauer bei freiem Eintritt)

 

 

Erst am Vorabend dieser durchaus reizvollen Partie (*hüstel*) wurde der Wille formuliert diese überhaupt zu besuchen. Union-Jakob war davon durchaus angetan, zumal mit den beiden Stargarder Spielen (Błękitni Stargard Szczecińsk um drei und Kluczevia Stargard Szczeciński um fünf) sogar in Summe ein flotter Dreier drin gewesen wäre. Geographisch eine sehr sinnvolle Verbindung, denn Stargard liegt gerade mal 20 km östlich von Szczecin. Aber mein Einwand wurde erhört, dass das Niveau in der vierthöchsten polnischen Spielklasse nicht sonderlich hoch ist und wir so nach einigem Hin und Her für den Nachmittag den Obervomschalensitzreisser in der fünften Liga zwischen Dab Debno und Mieszko Mieszkowice in den persönlichen Matchkalender platzierten. Doch dazu später mehr. Früh in Berlin, genau am Prenzlauer Berg, gestartet und gegen 10 Uhr Szczecin erreicht. Somit blieben exakt 60 Minuten, um den ziemlich versteckt liegenden Ground von Stal zu finden. Den Ausdruck des Routenplaners konnten wir schon beim Passieren der Stadtgrenze in die Tonne kloppen, da wir die Route eigenmächtig änderten und einen Bankomat um eine kleine Summe Zloty erleichterten. Doch nun standen wir da in unseren kurzen Hemden und versuchten das Stadion Stoczniowy durch zielloses Herumfahren zu finden. Da sich der Fahrer vehement dem Fortschritt und dem damit verbundenen Einbau eines Navigationssystems (geht eh zu Lasten des Orientierungssinns und verhindert den Kontakt zur einheimischen Bevölkerung) verweigert, lernten wir die Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Westpommern von einer anderen Seite kennen. Die Sucherei endete schließlich an einer Tankstelle mit dem Kauf eines Stadtplans (Ok, mit Navi hätte man sich die sieben Zloty auch sparen können). Mit diesem dirigierte Jakob den Fahrer durch kleine Gassen, Feldwege und Straßen die es eigentlich gar nicht gibt zum Stoczniowy-Stadion, als ob er nie woanders gelebt hätte. Hätten wir beim Eingangslotto nicht auf den falschen gesetzt, wären wir sogar noch pünktlich gekommen, aber in den ersten zwei Minuten ist nicht wirklich viel passiert. Der Eintritt war übrigens frei, laut eines Vereinsoffiziellen sogar immer. Wer auf alte vergammelte und totale verranzte Stadien steht, der findet eins davon genau hier, denn Der Zahn der Zeit hat hier nicht nur genagt, er hat das Teil nahezu vollständig verputzt.

 
 
Spiel und Stimmung:
 

150 Zuschauer saßen mehrheitlich im Schatten und verfolgten die Darbietung ihrer Lieblinge sehr argwöhnisch. Stal rangiert auf einem Abstiegsplatz und kann bei einem Sieg gegen die im Mittelfeld platzierte Truppe von Astra Ustronie Morskie (ehemals Henkenhagen, liegt an der Ostseeküste in der Nähe von Kolobrzeg, ehemals Kolberg) wichtige Punkte einfahren. Ging aber voll in die Hose, denn kurz vor dem Ende netzten die Gäste ein. Verwundert hat das Auftreten von Stal schon, denn wenn man die Klasse wirklich erhalten will, hätte man schon ein bisschen engagierten auftreten können (aber solch ein Verhalten kennt man auch von Versager-Teams die die Meisterschaft schon fast sicher hatten).

Tor: 0:1 (80. Min.) ?

 
 
Stadion:
 

Das Stadion Stoczniowy (zu Deutsch: Stadion an der Werft oder so) ist ein reines Fußballstadion in dem beide Längsseiten mit Sitzbänken ausgebaut sind. Allerdings sind diese wohl seit Jahren nicht mehr gepflegt oder instand gesetzt worden und hängen teilweise krumm und schief in der Gegend rum. Hinter der einen Hintertorseite (ich nenn sie mal Sonnenseite) gibt es noch ein relativ großes Gebäude, das wohl nicht nur die Sozialräume sondern auch normale Wohnungen (???) beherbergt.  Recht ungewöhnlich ist die Spielstandsanzeige, denn diese besteht aus einem sehr hohen Mast und wird als solche auch nicht mehr benutzt. Davor steht noch eine kleine Freilichttribüne, aber welchen Zweck diese mal erfüllte bzw. noch erfüllen wird blieb uns verschlossen. Wer ein bisschen sucht, der findet sogar eine kleine Vereinsgaststätte wo Bier und Kaffee (Achtung türkisch) zu sehr günstigen Preisen ausgeschenkt werden.

 

 

 
 
 
 

Tageskilometer:                 168 km von Berlin nach Stettin mit dem KFZ

Saisonkilometer:          43.965 km (20.373 km KFZ, 15.117 km Bahn, 7.284 km Flugzeug)

zum Vergleich 05/06: 46.387 km (11.183 km KFZ, 24.473 Km Bahn, 10.984 km Flugzeug, 690 km Bus, 288 km Schiff)

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