|
|
|
|
|
*abgebrochen in der 70. Minute |
|
Halle, Stadion am Zoo (ca. 200 Zuschauer) |
|
|
|
Sieg oder Spielabbruch! Ziemlich kurzfristig fiel die Entscheidung, den Freitag erst in Halle und dann in Berlin-Kaulsdorf (liegt im Prinzip an der polnischen Grenze) zu verbringen. Exakt ein Drittel der in Frage kommenden Mitfahrer sagte zu und so kehrten Renato und ich dem gemeinsamen Arbeitgeber am Freitagnachmittag den Rücken und steuerten bei schwül-heißen Temperaturen Halle entgegen. Stau gab es nicht wirklich, so dass wir gegen halb sechs (Anstoß halb sieben) die A9 verließen und mit dem Unwetter im Gepäck die letzten Kilometer bis in die größte Stadt (und Kulturhauptstadt) Sachsen-Anhalts brausten. Nach dem obligatorischen Verfahrer – das Stadion am Zoo liegt doch in der Nähe vom Zoo und nicht irgendwo am Bahnhof – fanden wir sie doch, die Spielstätte des VfL Halle 96. Wobei die Benennung Stadion im oder am Schrebergarten oder Stadion gegenüber des Sportplatzes von Rotation für mehr Orientierung sorgen dürfte. Die Eintrittspreise waren schwindelerregend niedrig (Vier Euro Vollzahler, zwei Euro Halbzahler) und dazu präsentierte sich die Dame vom Billetverkauf als überaus hilfsbereit und zuvorkommend und ließ im weiteren Verlauf des nassen Abends noch ein paar Dauerkarten springen. Ein paar kurze Sonnenstrahlen nutzen wir zur ausgiebigen Begutachtung des Stadions und kamen anschließend zur einhelligen Meinung: Lohnt sich! Bei diesem Rundgang entdeckten wir eine Handvoll verdächtiger Personen, die sich im weiteren Regenfall als Stuttgarter Reisegruppe um Melchior und Balu herausstellten. Unter den umfunktionierten Regenschirmen vormals known as Sonnenschirme folgte dann der übliche Knatsch und Tratsch. |
![]() |
| Spiel und Stimmung: |
|
Sportlich war die Partie nicht so der Burner, denn für beide ging es in diesem Nachholspiel um rein gar nix mehr. Pünktlich zum Anpfiff setzte dann der Regen richtig ein und dementsprechend sahen dann auch die Darbietungen auf dem nassen Geläuf aus. Wolfen war allerdings ein bisschen schlauer und versuchte mit Weitschüssen zum Erfolg zu kommen, die aber (fast) alle vom guten Hallenser Torhüter pariert werden konnten. Nur einmal hatte er das Nachsehen und das kurz vor dem Halbzeitpfiff. Mit Beginn des zweiten Durchgangs wurde der Regen noch stärker, sintflutartig möchte ich meinen, und nach einer Viertelstunde war dann erst mal Schluss mit Lustig. Der Schiedsrichter unterbrach die Partie für zwanzig Minuten, pfiff dann noch mal an und als ein Blitz in Halle einschlug gleich wieder ab. Tja, so ist das nun mal – im Juni wird das Nachholspiel noch mal nachgeholt. Tor: 0:1 (45. Min.) Weimann |
![]() |
![]() |
| Vereine: |
|
Der VfL Halle 96 rühmt sich, der älteste Fußballverein in Sachsen-Anhalt zu sein. Zu Recht, denn schon im Jahre 1896 (genau am 16. Juli) wurde der Verein geboren und war einer der Gründungsmitglieder des Deutschen Fußballbundes. 1937 stieg der Club in die Gauliga Mitte (damals höchste deutsche Spielklasse) auf und gehörte dieser Liga bis zum Kriegsende an. Nachdem alle Vereine verboten wurden, gründete sich der Verein als SG Griebenstein (nach einer nahe gelegenen Burg) neu und als er in die Zentrale Sportgemeinschaft Genossenschaften aufgenommen wurde, musste er sich fortan SG Genossenschaften nennen. Kurze Zeit später wurde aus den Genossenschaften ein Konsum und somit war eine weitere Umbenennung in Empor unumgänglich. Bis auf ein Jahr DDR-Liga (zweithöchste Spielklasse) spielte die BSG Empor Halle nur auf Bezirksebene. Als 1990 die Trägerbetriebe wegbrachen wurde der Verein erst in SV Empor und schließlich am 14.06.1991 wieder in VfL Halle von 1896 um- bzw. rückbenannt. 1995 stieg der VfL erst in die Oberliga und 1999 sogar in die damals noch dreigleisige Regionalliga auf. Aber da nur ein Jahr später eine Reduzierung von drei auf zwei Staffeln erfolgte, konnte sich der Verein nicht dafür qualifizieren. Ein Jahr spielte er noch in der Oberliga, ehe er sich freiwillig aus wirtschaftlichen Gründen in die Verbandsliga Sachsen-Anhalt zurückzog. Der Wolfener Ball-Spiel-Club wurde im Jahre 1919 gegründet und spielte später unter den Namen VfL und IG Farben. In der DDR trat der Verein dann unter der Marke SG Agfa und BSG Chemie an. Seit dem Zusammenbruch der DDR heißt der Club FC Grün-Weiß Wolfen. |
| Stadion: |
|
Das Stadion am Zoo wurde pünktlich zum 25jährigen Vereinsjubiläum im Jahre 1921 eingeweiht. Als erster deutscher Fußballverein hatte der VfL Halle von 1896 ein eigenes Vereinsgelände. 10.000 Zuschauer passten damals in das Stadion und es sieht heute im Grunde wohl fast genauso aus wie in den 20er Jahren. Erst 1994 wurde die Anlage auf einen neueren Stand gebracht, indem z. B. eine elektromagnetische Anzeigetafel installiert und der Eingangsbereich neu gestaltet wurde. Am 25. Mai 1994 fand schließlich die feierliche Wiedereröffnung des Stadions am Zoo statt. Als Highlight des Rahmenprogramms empfing der VfL Halle 96 den FC Schalke 04 zu einem attraktiven Freundschaftsspiel, welches 0:5 zugunsten des Bundesligisten endete. |
|
|
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|
Tageskilometer: 334 km von Berlin nach Halle und zurück mit dem KFZ Saisonkilometer: 43.417 km (19.825 km KFZ, 15.117 km Bahn, 7.284 km Flugzeug) zum Vergleich 05/06: 46.387 km (11.183 km KFZ, 24.473 Km Bahn, 10.984 km Flugzeug, 690 km Bus, 288 km Schiff) |
|
Grüße an Renato, Melchior, Balu und die restlichen Schwaben.. |
|
|
|
|
|
|