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Potsdam, Karl-Liebknecht-Stadion (1.418 Zuschauer) |
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Das Spiel Schalke – Bochum hätte eigentlich Gegenstand dieser Zeilen werden sollen, doch wenn man einen Satz schon mit „hätte“ und „eigentlich“ beginnt, folgt meist das große „Aber“. Und wenn man diesen Konjunktiv personifiziert, verbirgt sich dahinter ein Jemand, der in der Hierarchie über einem steht. Grammatikalisch liege ich wahrscheinlich wieder einmal voll daneben und auch der Leser wird wohl nicht wissen, was der Verbrecher dieser Zeilen nun meint, aber das ist auch gar nicht wichtig. Viel wichtiger ist vielmehr, dass die Lust am Fußball am Samstagmittag durchaus vorhanden war, aber aufgrund der vorabendlichen Ereignisse (Grüße und Dank an dieser Stelle an Talijan) eben erst gegen Mittag und da gab es eigentlich nur zwei Alternativen: Hertha gegen schwarz-gelbe Aachener oder halt nix. Fast nix, müsste es besser heißen, denn NOFB-Stephan versprach Reichtümer und so wurde der Ort für die Übereignung von Eigentum in das Karl-Liebknecht-Stadion verlegt. So kam ich in den Genuss meines ersten NOFV-Oberligaspiels in diesem Jahr, was eigentlich verwunderlich ist, da dies ja sozusagen meine Haustür-Staffel ist. Andererseits ist diese Liga in diesem Jahr so schwach besetzt und sportlich so uninteressant wie lange nicht mehr. Union weg und kommt wohl auch nicht wieder, TeBe schwach gestartet und kommt nicht mehr richtig hinterher, der BFC Dynamo kurz vor dem sportlichen Kollaps und der Rest eigentlich wie gehabt. Als konspirativen Treffpunkt machten wir den Parkplatz des Mommsenstadions aus und als der japanische Youngtimer um die Ecke röhrte betrug die Verspätung gerade mal 20 Minuten. Ein neuer Rekord in Sachen Unpünktlichkeit, aber ich will aus taktischen Gründen nicht zu hart mit dem kleinen Mann ins Gericht gehen, denn schließlich gilt es das zarte Pflänzchen der geschäftlichen Beziehung zu pflegen. Man darf es kaum schreiben, aber in Potsdam irrten wir ziellos umher, ehe wir den richtigen Abzweig nach Babelsberg fanden (schließlich ist man ja zusammenaddiert erst zum ca. zwanzigsten Mal hier). Es folgte was man im Allgemeinen Routine nennt: Geparkt, Rucksack auf den mittlerweile doch ziemlich krummen Rücken geschnallt und ab zum Kassenhäuschen. |
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Spiel & Stimmung: |
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Meisterlich präsentierte sich der SV 03 den Zuschauern. Nicht dass hier ein ganz filigraner Ball gespielt wurde – nein, im Gegenteil: Der Berliner FC Preußen, aus den Niederungen der Tabelle, spielte ganz munter und hatte so manche Torchance, aber den Stürmern versagten vor dem Tor die Nerven. Na gut, mögen sich die Spieler aus der Potsdamer Vorstadt gesagt haben, wenn ihr nicht wollt, machen wir halt die Dinger. Mit dieser Philosophie sollte man eigentlich auch aufsteigen, zumal in diesem Jahr kein nennenswerter Konkurrent am Horizont der Nordstaffel zu erblicken ist. Erst wurde ein Fehler in der Preußen Abwehr mit dem Pausenpfiff eiskalt ausgenutzt und in der zweiten Halbzeit noch ein Gastgeschenk in Form eines Foulelfmeters verwandelt. Das reichte, hätte aber auch mehr sein können. Nach der 2:0 Führung gab es noch so manche Torchance um das Ergebnis zu erhöhen, aber die Babelsberger waren (wenn man es gut meint) zu verspielt oder (wenn man ein böser Geselle ist) zu blöd. So kann man von meisterlich erspielten Punkten schreiben, denn gewonnen hat der zukünftige Regionalligist (ich greife da bewusst mal ein paar Monate vor), wenngleich der Unterhaltungswert der Partie ungefähr so hoch war wie jemandem beim Angeln zu zugucken. Tore: 1:0 (45. Min.) Ben-Hatira 2:0 (65. Min.) Moritz Die Babelsberger sind immer noch der Motor der Fanszene in der Nordstaffel. Es gibt keinen Verein der so viele Zuschauer in die Stadien lockt. Heute waren es exakt 1.418 und ein kleiner Teil davon machte auch Stimmung. Ansonsten fehlt mir jetzt auch die Muse etwas Sinnvolles in diesen Bericht zu hämmern. |
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Vereine: |
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Die SG Babelsberg wurde 1945 als Nachfolgeverein des VfL Eintracht 06 Babelsberg gegründet. 1949 folgte die Umbenennung in BSG Märkische Volksstimme Babelsberg und 1950 in BSG Rotation Babelsberg. Danach auch als SC Potsdam bzw. BSG Motor Babelsberg bekannt. Ab 1969 nannte sich der Verein BSG DEFA Babelsberg bis er 1990 in SG Fortuna Babelsberg umbenannt wurde und sich kurz danach schließlich in SV Babelsberg 03 umbenannte. Der BFC Preußen ging 1894 aus der Fusion zwischen dem Schülerverein "Hevellia" und dem Berliner FC Friedrich Wilhelm hervor. Seit 1898 heißt der Verein Berliner FC Preußen und wurde in den Jahren 1980 und 1981 Meister der Oberliga Berlin. |
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Stadion: |
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Das "Karl-Liebknecht-Stadion" in Potsdam-Babelsberg ist eines der schönsten Fußballarenen in den neuen Ländern. Es ist ein reines Fußballstadion mit 14.500 Plätzen (davon 1.000 überdachte und 800 unüberdachte Sitzplätze). Zitat aus "1.000 Tipps für Auswärtsspiele": "Für Liebhaber reiner Fußballarenen ist das Karl-Liebknecht-Stadion Pflichtbesuch... Das Schmuckkästchen hat ein Publikum, wie es ihm gebührt: Vielköpfig, lautstark und fachkundig".) Das "Karli" (so von den Fans meist genannt) wurde erst 1976 errichtet. Vorher gab es an diesem Ort nur ein Sportfeld. Die Haupttribüne, wo sich auch die Sozialräume befinden, ist überdacht mit einem einfachen Wellblechdach, welches ganz ohne Stützpfeiler auskommt. Die Gegengerade besteht aus 17 Stufen. Zudem hat das Stadion eine sehr schöne Lage, mitten in Babelsberg in einem begehrten Wohngebiet in Potsdam mit vielen Altbauten, und angrenzend an einen Park. In der Zeit vor 1989 spielte hier auch zweimal die Nationalmannschaft der DDR (1977 gegen Malta, 5:0 vor 15.000 Zuschauern und 1985 gegen Luxemburg, 3:1 vor 9.000 Zuschauern). Die Fans der Heimmannschaft stehen auf der Gegengeraden, während die Fans der Gäste im Block E (Parkblock, genau gegenüber des Haupteingangs) Platz nehmen. |
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Tageskilometer: Saisonkilometer: 14.675 km (12.631 km KFZ und 2.044 km mit der Bahn) zum Vergleich 05/06: 46.387 km (10.984 km Flugzeug, 24.473 Km Bahn, 11.183 km KFZ, 288 km Schiff, 690 km Bus) |
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Grüße an Stephan |