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Am Freitag dann der erste Regentag (und letztlich der einzige während des ganzen Urlaubes), was aber auch nicht weiter schlimm war, denn heute sollte es endlich nach Sizilien gehen. Die Autobahn (A3) nach Reggio di Calabria ist ab Salerno Sud gebührenfrei und jeder, der dieses Teilstück schon mal gefahren ist, weiß auch warum. Die 400 km bis zur Fähre waren der reinste Horror. Baustellen, Kurven und Schlaglöcher ohne Ende. Aber die Krönung war ein Kühlschrank, der auf einer einspurigen Fahrbahn nach einer Kurve mitten auf der Chaussee lag. Vollbremsung – auf eine Lücke im Gegenverkehr gewartet und dann kurz das Kühlgerät über die Gegenfahrbahn umkurvt. Nach der ätzenden Fahrt waren wir dann ziemlich froh, als wir in Villa San Giovanni die Fähre nach Messina erreichten. Gegen Abend erreichten wir dann das vorgebuchte Ferienhaus ca. 70 km westlich von Messina. Temperaturen: Heiß! Als die Gemahlin bei der Urlaubsplanung Sizilien vorschlug, war mir das im ersten Moment so recht nun nicht, weil ich dort in diesem Jahr schon war und die Stadien in Palermo und Messina besucht hatte. Aber bei den Studien der Spielpläne hatte ich enormes Glück, denn Catania spielte sonntags zu Hause, Reggina (direkt gegenüber von Sizilien) am Mittwoch zu Hause und zudem noch Crotone (in Kalabrien) am Rückfahrtag, welches fast auf der Strecke lag! Perfekt würde ich meinen. Geworden ist daraus nix. Schuld daran waren so ein paar Rüpel, die nach dem Spiel von Catania gegen Messina ein bisschen Randale machten und der italienische Verband daraufhin Catania mit zwei Spielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestrafte. Damit fiel das also erst mal ins Wasser und als Alternative zog ich dann obige Partie aus dem Hut. Zwar hätte es noch ein paar Spiele in der Serie E (6. Liga) gegeben, aber hier bin ich nun wahrlich kein Experte. Also zum zweiten Mal in diesem Jahr auf nach Messina. Das Stadion ist mit dem Auto eigentlich ganz gut zu erreichen, denn man muss nur die Abfahrt Messina San Filippo runterfahren und ist schon da. Aber genau diese Ab- (und Auf-)fahrt ist an Spieltagen gesperrt. Wer auf solche Ideen kommt, dem gehört der Arsch versohlt. Also eine Abfahrt später runter gefahren und sich an ein Motorrad gehangen, das aufgrund des Schals am Fahrer eindeutig als Messina-Fan identifiziert wurde. Mitten in einer „Nobelgegend“ in den Bergen überhalb der Stadt habe ich ihn trotz aller Fahrkünste verloren. Aber nach drei Mal Nachfragen war ich dann da wo ich hin wollte. Einziges Problem war die Parkplatzsuche, denn einen Abstellplatz gibt es zwar oben (Stadion liegt auf einem Berg) am Stadion, aber dorthin kommt man nur mit speziellen Ausweisen. Unten in der Stadt sah es ganz mau aus und außerdem hätte man noch elendig weit latschen müssen. Ergo einen auf Doof gemacht und versucht mein Fahrzeug durch die Absperrung zubekommen. Dabei brauchte man gar nicht mal so viele Überredungskünste, denn der gute Mann winkte einen lässig durch und lachte dabei verschmitzt. Die zweite und dritte Kontrolle ging ähnlich leicht von statten und schon war man oben auf dem Berg. Das Billet gab es auch diesmal nur gegen Vorlage des Personalausweises und während ich dieses gerade in Empfang nahm, kloppte mir ein junger Mann mit seinem Zeigefinger auf die Schulter. Hinter mir stand der Typ, den ich im Februar nach dem Weg zum Stadion gefragt hatte und mit dem ich mir das Taxi teilen durfte. Zwar sprach er leider immer noch kein Englisch (geschweige denn Deutsch), aber mit meinen paar Brocken Italienisch und ein paar Handbewegungen konnten wir dann doch ganz gut kommunizieren. Natürlich musste ich ihn direkt mal von meinem Dilemma von Catania erzählen, worauf er erst mal versuche, mit die Ereignisse aus dem Gästeblock in Catania näher zu bringen. Anhand seines Gesichtsausdruckes muss es wohl sehr heftig gewesen sein, zumindest für die Gästefans. Als Alternative schlug er mir gleich mal eine Partie der Serie D (5. Liga) für den morgigen Tag vor. Nachdem ich dann alles Wissenswerte notierte hatte, trennten sich wieder unsere Wege. Manchmal ist die Welt doch verdammt klein! |
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Spiel & Stimmung: |
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Beide Mannschaften haben
nach sieben Spieltagen zweimal gewonnen, dreimal Unentschieden gespielt und
zweimal verloren. Sie liegen daher einträchtig auf den Plätzen Acht (Empoli)
und Neun (Messina). Für Sportwetter ein ganz heißer „0“-Tipp. Das Spiel
begann dann forsch und Messina ging bereits nach zehn Minuten in Führung.
Danach lief dann aber erst mal nix bei denen zusammen und Empoli wurde
langsam stärker. Nach einer halben Stunde fiel dann der Ausgleich und bis
zur Pause war erst mal Langweile angesagt. Im zweiten Durchgang das gleiche
Bild. Messina ging in Führung, Empoli glich später aus. Tore: 1:0 (10. Min.) Rigano, 1:1 (30. Min.) Saudati, 2:1 (50. Min.) Ogasawara, 2:2 (65. Min.) Busce. |
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Stadion: |
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Das Stadio San Filippo ist ein recht neues Stadion, welches zunächst einmal durch die fehlende Überdachung auffällt. In diesem Stadion gibt es offiziell nur Sitzplätze, was natürlich gerade die Hintertorseite nicht davon abhält, dieses Angebot auszuschlagen. Die Farben der Sitze sind Orange und Rot, mit Ausnahme ein paar weißer, auf denen das Vereinswappen verewigt ist. Hinter der einen Hintertorseite gibt es zwei Gebäude, die wohl auch einige VIP-Logen beherbergen. Zu erreichen ist das Stadion am besten mit der Tram 28 bis zur alten Spielstätte des FC Messina und von da aus weiter mit dem Bus oder zu Fuß (ca. 20 Minuten). |
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Tageskilometer: 450 km von Salerno nach Messina mit dem KFZ Saisonkilometer: 11.251 km (9.207 km KFZ und 2.044 km mit der Bahn) zum Vergleich 05/06: 46.387 km (10.984 km Flugzeug, 24.473 Km Bahn, 11.183 km KFZ, 288 km Schiff, 690 km Bus) |
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