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Berlin, Stadion an der alten Försterei (4.879 Zuschauer) |
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Endlich rollte der Ball auch wieder in heimischen Gefilden und war nicht wie in den vorangegangen Wochen von Spielausfällen bedroht. Den Auftakt zum hoffentlich ersten vollständigen Rückrundenspieltag durfte der 1. FC Union Berlin als Aufstiegsfavorit gegen den Abstiegskandidaten Torgelower SV Greif bestreiten. Das Hinspiel gewannen übrigens die damaligen Gäste mit 7:0 und seitdem hat sich Einiges an der alten Försterei getan. Jörg Heinrich, vielleicht der beste Spieler der Hinrunde, hängte in der Winterpause seine Schuhe an den Nagel und dafür wurde mit Guido Spork ein erfahrener Ersatz verpflichtet (u. a. Hannover 96, VfL Osnabrück und zuletzt SC Paderborn). Auch auf dem Cheftrainersessel fand ein Wechsel statt. Frank Lieberam musste gehen und dafür kehrte Georgi Wassilew zurück, der die Mannschaft einst ins Pokalfinale und in die zweite Liga führte. |
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| Spiel: |
Die ersten zehn Minuten hinterließen bei den Zuschauern (mal abgesehen von 35 Gästefans) den Eindruck, dass sich heute das Hinspielergebnis wiederholen lassen könnte. In dieser Anfangsphase spielte Union druckvoll, kam zu einigen guten Möglichkeiten und ließ vor allem den Gast nicht aus der eigenen Hälfte kommen. Aber nach und nach ließ der Druck dann nach und so kamen die Gäste aus Torgelow dann doch einige Male über die Mittellinie. In der 32. Minute sogar mit einer schönen Kombination, gepaart mit einer schläfrigen Berliner Abwehr, vor das Tor und schon durfte der Mann im Anzeigehäuschen zum ersten Mal tätig werden. Bis zur Pause passierte dann nicht mehr viel. Zum zweiten Durchgang trat Union gleich mit zwei frischen Kräften an (u. a. ging Neuzugang Spork vom Platz) und diese Maßnahme belebte das Spiel. Es spielten im Prinzip nur noch die Hausherren, während sich die Gäste ganz in die Defensive zurückzogen. Dennoch kam Union nur zu recht wenigen Chancen. Die beste davon gab es in der 66. Minute als Teixeira mustergültig im Strafraum bedient wurde und dann in bester Catcher-Manier von einem Abwehrspieler zu Boden gerungen wurde. Selten war ein Elfmeter klarer als dieser. Da der Schiedsrichter (insgesamt übrigens eine sehr ordentliche Leistung, muss ja auch mal gesagt werden) dies auch so sah, durfte der Gefoulte den Ausgleich erzielen. In der Folgezeit blieb Union überlegen, kam aber nur noch zu einer wirklich guten Möglichkeit zum Siegtreffer, die natürlich nicht genutzt wurde, da ja sonst oben ein anderes Ergebnis stehen würde. Tore: 0:1 (32. Min.) Martens, 1:1 (66. Min.) Teixeira (FE) |
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| Stimmung: |
Fast 5.000 Zuschauer bei einem nur mäßig interessanten Gegner sind für bundesweite Oberliga-Verhältnisse natürlich absolut top. Zumal sich auch nur 35 Gästefans nach Ostberlin trauten. Gleich zu Beginn wurde man in der Alten Försterei optisch verwöhnt. Mit weißer Schrift auf goldener Folie gratulierte die Hintertorseite dem 1. FC Union Berlin („40 Jahre – 1. FC Union Berlin) zum Geburtstag. Untermalt wurde diese Aktion mit goldenen Pappen, einem Banner und einer kleinen, aber recht eindrucksvollen Lichtshow. Gewohnt gut war anfangs auch der Support in der Alten Försterei, später flaute dieser aber mit zunehmender Spieldauer ab. Erst nach dem Ausgleichstor ging es wieder aufwärts. Von den 35 Gästefans war nichts zu hören, dafür aber einige gelben Pappen und ein zweimaliger Zaunsturm (nach der Führung und mit dem Schlusspfiff) zu sehen. |
| Vereine: |
Der 1. FC Union Berlin wurde 1945 gegründet als SG Oberschöneweide. Ab 1948 SC Union 06 Oberschöneweide. Im Jahre 1950 flieht die Mannschaft in den Westteil der Stadt und gründete dort den SC Union 06 Berlin (den Verein gibt es noch heute und er hat seine Heimat neben dem alten Poststadion). Der im Osten verbliebene Teil wird in SG Union Oberschöneweide umbenannt. Danach ab 1951 BSG Motor Oberschöneweide, 1955 SC Motor Berlin, 1957 TSC Oberschöneweide, 1963 TSC Berlin und schließlich ab dem 20. Januar 1966 1. FC Union Berlin. Zwischen 1966 und 1989 war der 1. FC Union Berlin eine klassische Fahrstuhl-Mannschaft. Den größten Erfolg feierte der Club im Jahre 1968 als man im Kurt-Wabbel-Stadion in Halle den FC Carl-Zeiss Jena im Pokalendspiel mit 2:1 bezwang. Die 90er Jahre waren geprägt vom fortwährenden Scheitern zum Aufstieg in die 2. Bundesliga und von wirtschaftlichen Nöten: 1991 und 1992 scheiterte der Verein sportlich in der Aufstiegsrunde, 1993 und 1994 wurd die Lizenz verweigert (u. a. wegen einer gefälschten Bankbürgschaft). Ab 1995 wurden dem 1. FC Union die Einnahmen gepfändet und 1997 kam es fast zur Insolvenz. Erst ab 1998 brachen dank der Sportwelt (!?!) in Person von Michael Kömel wieder bessere Zeiten an. Im Jahre 2001 stieg der 1. FC Union Berlin in die 2. Bundesliga auf, stand im DFB-Pokalfinale (0:2 gegen Schalke) und erreichte dadurch die UEFA-Cup-Qualifikation. Die detaillierte Geschichte des Vereins hier. Den Torgelower SV Greif gibt es unter diesem Namen seit 1990, als sich der Verein GUS Torgelow von dem alten Trägerbetrieb verabschiedete. Zu DDR-Zeiten schafften es die Torgelower als BSG Stahl (später BSG Nord „Max Matem“) einige Male bis in die DDR-Liga. Der erste Fußballverein in der Stadt an der Ueckerniederung wurde wohl 1919 unter dem Namen FC Greif gegründet. Große oder kleine sportliche Erfolge waren nicht zu ermitteln. |
| Stadion: |
Die "Alte Försterei" ist vielleicht die stimmungsvollste und schönste Fußballarena in Berlin. Sie liegt inmitten eines großen Waldgebietes in der Nähe des Freizeit- und Erholungsparks FEZ (bekannt durch die Konzertstätte Wuhlheide) im Bezirk Köpenick. Das Jahr 1920 gilt offiziell als Eröffnungsjahr der "Alten Försterei". Dem 1. FC Union Berlin (vormals SG Oberschöneweide) dient das Stadion seit 1966 als Heimstätte und er verzeichnete auf Anhieb die besten Besucherzahlen in Ost-Berlin (noch vor Dynamo und Vorwärts Berlin). Im Jahre 1985 wurde das Stadion dann noch mal erweitert (die Hintertortribünen wurden verlängert). Das Fassungsvermögen lag danach bei rund 23.500 Plätzen. Nach der Wiedervereinigung galt das Stadion zwar als "nicht-bundesligatauglich", aber die großen Renovierungen blieben aus. So gab es ständig Diskussionen, die Heimspiele der "Eisernen" in den Jahn-Sportpark (Bezirk Prenzlauer Berg), der ehemaligen Heimstätte des Erzrivalen BFC Dynamo Berlin, zu verlegen. Im Jahre 1999 folgten dann zumindest die allernotwendigsten Sanierungen, um das Stadion für die 2. Bundesliga vorzubereiten. Im Jahre 2000 ist dann auch endlich die Sitzplatztribüne überdacht worden. Bei der "Alten Försterei" handelt es sich um ein reines Fußballstadion, und so entsteht auch bei geringen Zuschauerzahlen eine gute Atmosphäre. Die Gästefans finden sich im Block C wieder, der Rest ist für die Heimfans reserviert. |
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Tageskilometer: - Saisonkilometer: 32.399 km (10.984 km Flugzeug, 14.658 Km Bahn, 5.887 km KFZ, 180 km Fähre, 690 km Bus) zum Vergleich 04/05: 39.952 km (23.213 km PKW, 5.677 km Bahn, 10.962 km Flugzeug) |
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Dank an Björn fürs Fahren (beim nächsten Mal bist Du dann wieder dran :) ) und Grüße an Jens und Christian. |
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