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                  Verbandsliga Brandenburg, Saison 05/06, 17.09.05                                 

 

   2:1 

 

FC StrausbergFC Schwedt 02

 

Strausberg, Energiearena (210 Zuschauer)

 

 

Ziemlich spontan stand heute eine Partie der Verbandsliga Brandenburg auf dem Programm. Strausberg, einzige Stadt in Deutschland die für absolut überhaupt nichts bekannt ist, ist seit dieser Saison Heimat von einem Verbandsligisten. Das ist nicht unbedingt eine Sensation (ca. 300 Städte, Gemeinden oder Dörfer haben einen Fünftligisten, manche sogar gleich 16 davon), aber welches Städtchen kann sich schon eine Arena für seine Kicker leisten. Beim FC Strausberg ist man stolz auf die „Energiearena“ (nachzulesen auf der Internetseite des Vereins) und man will noch höher hinaus, denn „eine Arena hat schließlich auch seinen Anspruch!“ So, so …

 

 
Spiel:

Das Spiel war in der ersten Halbzeit recht ansehnlich und wurde eindeutig von den Gästen aus Schwedt dominiert. Trotzdem stand es nach 45 Minuten nur 1:1. Im zweiten Durchgang hörten die Gäste allerdings mit dem Fußballspielen nahezu komplett auf und überließen den Hausherren das Vergnügen. Ein gerechtes Tor fiel dann auch, sogar richtig sehenswert. Die Schlussphase war dann geprägt von viel Hektik, stumpfsinnigem Anrennen und Vergeben zahlreicher Konterchancen.

Tore: 1:0 (5. Min.) Grimm, 1:1 (27. Min.) Wendlandt, 2:1 (78. Min.) Rommel.   

Stimmung:

Die Sonne lockte 210 zahlende Zuschauer hinter den Strausberger Öfen hervor. Ca. 20 davon dürften einer Art „Ultragruppierung“ zuzurechnen sein, denn unterstützt von einem Megaphon wurden die Gästespieler (in Ermangelung von Gästefans) bepöbelt und auch die eigene Mannschaft unterstützt. Als der Spieler Rommel (auch Siegestorschütze) eingewechselt wurde, skandierte die wackere Dorfjugend „Wüstenfuchs!“

Stadion:

Die Bezeichnung „Energiearena“ für den Sportplatz in Strausberg ist vielleicht ein bisschen überzogen. Der gemeine Leser stellt sich unter einer Arena wohl was Neues, was Großes und was Buntes vor. Groß ist hier aber nix (außer vielleicht dem Kaffee), neu erst recht nicht und bunt sind nur die blauen Schalensitze. Aber verglichen mit anderen, noch viel trostloseren Sportplätzen in der Mark Brandenburg, hat die Energiearena was zu bieten. Zwar sind drei Seiten unbebaut, aber auf der einen Längsgerade gibt es einen sehr beachtlichen Abhang, auf dem es etliche Stehtraversen und sogar ein paar blaue Schalensitze gibt.

Wer einmal nach Strausberg zum Fußballclub möchte, der sollte entweder über ein Navigationssystem verfügen oder lieber gleich mit der S-Bahn fahren. Der Weg mit dem KFZ ist unbeschreiblich, was zum einen an der totalen Unübersichtlichkeit der kleinen Stadt am See und zum anderen an dem schlichtweg (fast) nicht sichtbaren Eingangsbereich der Energiearena liegt.

 

 

 

 

 

Tageskilometer:                  108 km von Berlin nach Strausberg und zurück

Saisonkilometer:           13.921 km (5.900 km Flugzeug, 5.314 Km Bahn, 2.087 km KFZ, 170 km Fähre, 650 km Bus)

zum Vergleich 04/05: 39.952 km (23.213 km PKW, 5.677 km Bahn, 10.962 km Flugzeug)

 
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