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Hof, Stadion Grüne Au (1.200 Zuschauer) |
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Tag Zwei in Oberfranken, Spiel Zwei in Oberfranken. Diesmal wurde auf Kultur im Vorprogramm verzichtet und auch die Damen hatten nicht so den richtigen Drive, das schöne Stadion Grüne Au zu besichtigen. Obwohl die Wegbeschreibung clevererweise in Berlin auf dem Schreibtisch schlummerte, wurde der Weg ohne Befragung Einheimischer oder gar Umwegen auf Anhieb gefunden. Irgendwas scheint bei den Hofer Bayern allerdings im Busch zu sein, denn zum einen wurde die Internetseite seit Monaten nicht mehr gepflegt und zum anderen war der Fanshop, mit lauter kaufenswerten Devotionalien, auch geschlossen. Andererseits strömten zu diesem Landesliga-Kick über 1.000 Zuschauer ins Stadion, welches zudem noch über einen recht ausgeprägten VIP-Bereich verfügt. An der Börse würde man die Aktie Bayern Hof wohl unterbewertet nennen, denn rein von den äußeren Gegebenheiten könnte der Verein auch locker in der Regionalliga kicken, die Werbetafeln sind voll und auch die heutige Zuschauerzahl auf ein erhebliches Fanpotential deutet. Ansonsten bleibt noch festzuhalten, dass der FC Bayern Hof seit dem 1. Juli 2005 SpVgg Bayern Hof heißt. Der Grund ist die Fusion vom FC Bayern und der SpVgg Hof. Aber vielleicht ist diese Verschmelzung auch der Grund für die bereits oben erwähnten negativen Strömungen. Wie auch schon am Vortag sind die Verpflegungsstände im Stadion Grüne Au absolut empfehlenswert. Der halbe Liter kostet hier 1,80 Euro und zum Beißen gibt es Bratwürstchen und sehr schmackhafte Fischbrötchen. Nur der Kaffeetrinker wird hier seinen Durst nicht stillen können. |
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| Spiel: |
In der Anfangsviertelstunde dominierten die Hofer das Spiel und erspielten ein paar kleinere Möglichkeiten. Das 1:0 resultierte aus einigen Querschlägern in Viktorias Hintermannschaft. Doch mit der Führung im Rücken schalteten die Hausherren einen Gang zurück, mit der Konsequenz, dass die Gäste besser ins Spiel kamen. Nur wenige Minuten nach der Führung fiel auch schon der Ausgleich. Das Spiel war dann bis zum Halbzeitpfiff recht schwach. Zu Beginn der zweiten Halbzeit gingen die Hofer wieder, diesmal mit einen schönem Kopfballtreffer, in Führung. Die Chance zum 3:1 war da, aber ein Hofer Spieler war nicht in der Lage den Ball aus ca. drei Metern im Tor unterzubringen. Von da ab lief fast gar nix mehr bei den Hausherren. Wieder war der Ausgleich die logische Konsequenz. Die Schlussminuten waren dann noch mal turbulent, denn auf einmal wollte die „neue“ SpVgg doch noch gewinnen. Eine sehenswerte Einzelaktion konnte der Kahler Torwart vereiteln, doch als ein Hofer Spieler mit viel Schwung und Elan in den gegnerischen Strafraum eindrang und dabei irgendwo hängen blieb, entschied der Unparteiische auf Strafstoß. Dieser wurde verwandelt und bescherte den Hofern den siebten Sieg im achten Spiel. Tore: 1:0 (14. Min.) Micklisch, 2:0 (23. Min) Arcar, 2.1 (50. Min) Sonnenberg, 2:2 (84. Min.) Lippert, 3:2 (93. Min.) Schmidt |
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| Stimmung: |
1.200 Zuschauer sind ja für ein Spiel der fünften Liga ganz beachtlich. Da sich aber der Großteil davon auf der Haupt- und Gegengerade versammelte, war die Stimmung recht mau. Die drei Torjubler waren im Prinzip die einzigen optischen und akustischen Höhepunkte. Lediglich die „Britannia“-Sprechchöre fielen noch auf. In Hof wechseln anscheinend noch die Zuschauer in der Halbzeit die Hintertorseiten. |
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| Vereine: |
Zum dritten, und bis dato letzten Mal, klopften die Hofer im Jahre 1972 an die Tür zur ersten Bundesliga. Im ersten Spiel gab es einen Sieg gegen Borussia Neunkirchen und im zweiten Spiel die erste Niederlage beim Wuppertaler SV. Es folgten Unentschieden und Niederlagen. Aber wenigstens wurde noch die letzte Partie gegen Tasmania Berlin mit 6:0 gewonnen. Als nach der Saison 73/74 die zweite Bundesliga eingeführt wurde, war der FC Bayern Hof mit dabei. Bis zum Sommer 1978 spielten die Hofer dort mit. Der letzte Showdown im bezahlten Fußball gestalteten die Mannen des FC Bayern Hof erfolgreich und gewannen mit 4:0 gegen den 1. FC Nürnberg (der eigentlich fast immer an der Grünen Au verlor). Da jedoch der KSV Baunatal zeitgleich mit 2:1 gegen Kickers Offenbach gewann, durften die Hessen bleiben, der FC Bayern Hof musste dafür aber ab in die Bayernliga.
Nur zwei Jahre nach
dem Sturz in die Drittklassigkeit folgte der Absturz in die
Viertklassigkeit, namentlich Landesliga. 1982 schaffte der FC Bayern Hof,
unter Trainer Günther Köstner, den Aufstieg zurück in die Bayernliga. Dort
konnten sie sich aber nur ein Jahr halten und kehrten erst 1988 wieder in
die dritthöchste Spielklasse zurück, aber das Intermezzo Bayernliga
dauerte nur zwei Jahre. 1994 schafften die Hofer zwar noch mal den
Aufstieg in die Bayernliga, jedoch war diese Liga durch die Einführung der
Regionalliga zur vierten Liga verkommen. Der FC Viktoria Kahl wurde im Jahre 1913 gegründet. Große Erfolge konnten die Unterfranken bislang nicht vorweisen, sieht man mal von Gewinn der Unterfrankenliga West im Jahre 1952 ab. |
| Stadion: |
Bereits seit 1913 gehört bzw. gehörte das Gelände Grüne Au dem Verein FC Bayern Hof. Eine erste kleine Stehtribüne wurde dort zwanzig Jahre später errichtet. In der Nazi-Zeit verlor die Spielstätte ihren Namen an die Bayreuther Nazi-Größe Hans Schemm (Gauleiter und bayrischer Kultusminister), der im Jahre 1935 bei einem Flugzeugunglück ums Leben kam. Nach dem Krieg und mit altem Namen ließen die Vereinsverantwortlichen die 72 Meter lange Südtribüne errichten. Ab 1955 betrug das Fassungsvermögen der Grünen Au 12.000 Zuschauer, nach weiteren Ausbauten 1959 sogar 18.300 Zuschauern. Am 22. Mai 1968 wurde der bis heute gültige Zuschauerrekord mit 19.100 Besuchern im Aufstiegsspiel gegen Rot-Weiß Essen aufgestellt. Ein Jahr später begann man mit dem Ausbau der Nordseite. Die Tribüne stand zwar recht schnell, allerdings mussten die Hofer 30 Jahre auf das Dach warten. Im Jahre 1980 musste der Verein sein Stadion an die Stadt Hof verkaufen. Und heute? Heute steht an der Grünen Au ein Stadion, welches an Einmaligkeit wohl nicht zu überbieten ist. Auf der Nordtribüne steht eine prächtige alte Holztribüne, die über ca. zehn Holzbankreihen verfügt. Überdacht ist dabei nur die obere Hälfte. Neben dieser Konstruktion füllen noch fünf alte und breite Stehtraversen die Längsgerade auf. Auf der östlichen Hintertorseiten gibt es ca. 15-20 breite Stehplatzstufen. Gerade von den oberen Stufen, verbunden mit der Tatsache, dass es sich bei der Spielstätte von Bayern Hof um ein reines Fußballstadion handelt, hat man eine ganz hervorragende Sicht. Auf der anderen Gegengerade gibt es auch zehn (und teilweise auch mehr) Stehstufen. Optischer Höhepunkt ist aber die Haupttribüne, die zwar nicht sonderlich breit, aber dafür besonders hoch ist. Dort sitzend hat man Sichtverhältnisse wie in den ganz modernen Arenen. Ausgestattet ist diese mit recht neuen Schalensitzen und einem Dach. Betreten wird sie über zwei Seitenaufgängen. Der eine führt auf eine Art VIP-Tribüne, die zwar auch recht schmal ist und nur über drei Schalensitzreihen verfügt, aber dafür vollüberdacht ist. Des weiteren gibt es auf dieser Längsseite noch eine Art Holzhaus mit großen Fenstern, deren Funktion dem Besucher aber verschlossen bleibt. Fehlt nur noch die westliche Hintertorseite. Hier befinden sich sechs Stehplatzstufen. Wer sich für schöne Stadien interessiert, kommt an der Grünen Au in Hof nicht vorbei. |
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Tageskilometer: 105 km von Bamberg nach Hof und 305 km von Hof nach Berlin Saisonkilometer: 13.813 km (5.900 km Flugzeug, 5.314 Km Bahn, 1.979 km KFZ, 170 km Fähre, 650 km Bus) zum Vergleich 04/05: 39.952 km (23.213 km PKW, 5.677 km Bahn, 10.962 km Flugzeug) |
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