|
|
|
|
|
Berlin, Stadion an der Züllichauer Straße (130 Zuschauer) |
|
|
|
Das letzte Spiel der 3. Runde im Paul-Rusch-Pokal (auch Berliner Pokal genannt) wurde an diesem Abend in Berlin-Kreuzberg angepfiffen. Der Oberligist BFC Türkiyemspor musste dafür das heimische Katzbachstadion in Ermangelung einer Flutlichtanlage räumen und empfing den Regionalligisten auf dem Kunstrasenplatz an der Züllichauer Straße. Auf dem Weg ins Achtelfinale setzte sich die Zweitvertretung von Hertha BSC jeweils auswärts bei den Spandauer Kickers (7:0) und dem Spandauer SV (2:1, Bericht dazu hier) durch. Der BFC Türkiyemspor zog nach Auswärtssiegen beim 1. FC Galatasaray (3:2 n. V.) und beim SC Borussia 1920 (4:0) in die 3. Runde ein. Am Stadion angekommen gab es zunächst einmal nur positive Überraschungen. Als mir nach dem Bezahlen der Kassierer eine normale Abrissmarke entgegenstreckte und meine tieftraurigen blauen Augen sah, kramte er noch schnell in seiner kleinen Kasse rum und überreichte mir ein „richtiges“ Ticket. Rund zwei Dutzend Hertha-Fans fanden sich auch in der Anlage ein, was auf ein Spiel mit Support beider Fangruppen schließen konnte. Aber auch das Stadion verblüffte: Ringsherum schöne alte Stehtraversen und als Höhepunkt eine winzige Überdachung. |
| Spiel: |
Prominentester Akteur auf dem Kunstrasenplatz war nicht irgendein schnöder Kicker, sondern vielmehr der DFB (und ehemalige FIFA)-Schiedsrichter Lutz Michael Fröhlich. In einer niveauarmen und torlosen Partie hatte der Referee zu keiner Zeit Probleme mit dem Spiel. Lediglich in der ersten Halbzeit gab es auf beiden Seiten ein paar Möglichkeiten. Zwar wurde die Partie in der Verlängerung noch mal etwas lebhafter, ein Torerfolg blieb jedoch beiden Mannschaften verwehrt. Torfolge Elfmeterschießen:
Hertha verschießt, Türkiyemspor
verschießt |
| Stimmung: |
Rund zwei Dutzend Hertha-Anhänger zeigten zu Beginn eine kleine Blockfahne und feuerten nach dem Anpfiff ihre Mannschaft auch ordentlich an. Leider mündeten die Sprechchöre in „Scheiß TeBe“-Rufen und sonstigen Provokationen, die aber alle noch im Rahmen waren. Aber das Absingen allgemein bekannter Landser-Lieder ist entweder unglaublich dumm oder eine aggressive Provokation. Noch schlimmer sind allerdings die, die auch noch dreist behaupten, dass das alles gar nicht so schlimm sei. Beim Elfmeterschiessen versammelten sich alle (zunächst) friedlich hinter einem Tor und fieberten mit den Elfmeterschützen. Danach kam es noch zu einigen kleinen Rangeleien, die aber jetzt auch nicht sonderlich erwähnenswert sind. Am Ende bleibt alles wie es ist: Der Ruf der Hertha-Anhänger ist gerettet, denn eine Handvoll Unbelehrbarer haben es wieder einmal geschafft sich wie die Axt im deutschen Walde zu benehmen. Die türkischen Mitbürger sind selbstverständlich selbst schuld, denn wer solche Provokationen beim Volkssport Fußball nicht versteht, hat in unserem Lande nichts zu suchen (Achtung: Ironie!). |
|
|
|
| Stadion: |
Das Stadion an der Züllichauer Straße ist eigentlich Heimstätte der Vereine BFC Südringe (Landesliga) und Berliner SC Amateure (Bezirksliga). Es ist eine der besseren Spielstätten für Amateurvereine in der Hauptstadt und durchaus besuchenswert. Der Kunstrasenplatz ist auf jeder Seite umgeben von mehrstufigen Betontraversen. Eine kleine Überdachung und die Flutlichtanlage komplettieren die Anlage. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Tageskilometer: - Saisonkilometer: 17.182 km (10.921 km PKW, 2.641 km Bahn, 3.620 km Flugzeug) |
|
| Grüße an den Forumspöbel, namentlich Rolle, Idi, Chrissi, Türki, Webmasterchen und natürlich an das Deutsche Kreuz Rot. | |
|
|
|
| [zurück zur Übersicht] | |