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Es gibt einfach Partien, deren bloße Nennung den Atem stocken lassen. Dazu gehören Mannschaften, die auf eine große Fußballtradition zurückblicken können, die sportlich auf einer Ebene sind und die vor allen Dingen Zuschauer aus aller Welt in eine klangvolle Spielstätte locken können. Genau eine solche Partie galt es heute zu besuchen. San Marino hat zwar nur 26.000 Einwohner, ist aber seit 1988 FIFA-Mitglied und nimmt sei 1994 regelmäßig an den Qualifikationen zu den Weltmeisterschaftsendrunden teil. Die Bilanz (die Spiele zur WM 2006 eingerechnet) ist durchaus beachtlich: 31 Spiele, bei nur 29 Niederlagen und zwei Unentschieden (gegen Lettland und Türkei), bei einem Torverhältnis von 5:136. Ähnlich erfolgreich waren bis dato die Belgier, die schon elfmal an Weltmeisterschaften teilgenommen haben. Zwar erscheinen die heute erschienenen 1.861 Zuschauer nicht viel, aber in Relation auf die Einwohnerzahl des Bergvölkchens ist der Zuspruch gerade zu gigantisch. Deutschland hat es bei seinem 80 Millionen Bewohnern noch nicht geschafft die in Relation gesetzten Besucher von 5,7 Mio. in ein Stadion zu locken. Und das bei einem Qualifikationsspiel gegen Belgien. Zum Sportlichen: Mal vorausgesetzt, die anderen Fußballnationen in der hammerschweren Gruppe 7 Serbien-Montenegro, Spanien, Litauen und Bosnien würden in den nächsten Monaten noch disqualifiziert – die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt – so ist die o. g. Ansetzung das Spiel um Platz 1 in dieser Staffel, welcher die Fahrkarte nach Deutschland bedeuten würde. Da zwischen dem Urlaubsdomizil in der Toskana und dem Zwergstaat nur 250 Kilometer lagen, hätte dies ein absoluter stressfreier Nachmittag werden können. Aber 250 Kilometer sind halt nicht 250 km, schon gar nicht in Italien und erst recht nicht, wenn man die guten Ratschläge sämtlicher Routenplaner in den Wind schlägt und sich selber die kürzeste Strecke ausschließlich über Landstraßen zurecht fummelt. Dummerweise liegt genau zwischen Florenz und San Marino ein Hochgebirge mit elend langen Passstraßen. Hat dieses Teilstück nicht schon genug Nerven gekostet, durfte man sich anschließend noch in den Feierabendverkehr einreihen. Dennoch blieb genug Zeit sich in San Marino mit zollfreien Zigaretten und billigem Schnaps einzudecken. Danach wieder 10 km den Berg runter – das Stadion liegt nahe der Landesgrenze zu Italien – und eine Stunde vor Spielbeginn konnte das KFZ auf dem spärlich besuchten Stadionparkplatz verschlossen werden. Meister Zufall führte mich dann noch auf dem Parkplatz mit einem Hallenser zusammen, dem ich vor mehr als einem Jahr am Berliner S-Bahnhof Ostkreuz den Weg zu seinem sinnlosen Kunstrasenplatz wies. Somit fand die zweite im Vorfeld reservierte Karte einen dankbaren Abnehmer. Am Stadion selber war noch nicht viel los, mal abgesehen von ein paar Belgiern die sich in der Stadionkneipe warm sangen und tranken. |
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| Spiel: |
Ein einziges Mal überquerten die San Marinesen (richtig?) im ersten Durchgang die Mittellinie und schon zappelte der Ball im belgischen Gehäuse. Zuvor gingen die Gäste durch einen zweifelhaften Elfmeter in Führung. Ausgeglichen gestaltete sich der zweite Durchgang und beide Teams hatten gute Tormöglichkeiten. Genutzt hat eine davon van Buyten zum schmeichelhaften Auswärtssieg.
Tore: 0:1 (18.Min.) Simons (FE), 1:1 (40. Min.) Selva, 1:2 (65. Min.) van Buyten. |
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| Stimmung: |
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| Stadion: |
Zwei gegenüberliegende überdachte Tribünen inklusive Laufbahn und Flutlicht und fertig ist die Laube. |
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Grüße an Alex aus Bitterfeld! |
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Tageskilometer: 140 km mit dem KFZ Peccioli (PI) - Empoli - Peccioli (PI) Saisonkilometer: 28.912 km (17.693 km PKW, 3.657 km Bahn, 7.562 km Flugzeug) |
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