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Oer-Erkenschwick, Stimberg-Stadion (360 Zuschauer) |
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Schwer angeschlagen wurde die Hauptstadt an diesem trostlosen Morgen von drei Anhängern königsblauer Fußballkünste bereits um 9 Uhr verlassen um sich wieder einmal auf die A2 gen Westen zu begeben. 1. Etappenziel: Erkenschwick, präziser gesagt: Oer-Erkenschwick! Eine Stadt ohne große Geschichte und auch ohne eigenen Bahnhof, am nördlichsten Rand des Ruhrgebiet gelegen. Einen mäßigen Bekanntheitsgrad hat die Stadt mit seinen 30.000 Einwohner durch die Zeche Ewald* und seinen lokalen Fußballverein erlangt. Die Fördertürme bringen seit 1997 keine Kohle mehr zu Tage und fast zeitgleich begann der Abstieg der Spielvereinigung von Liga 3 in Liga 5. Meister Zumsel, auch einer der sich (im Nachhinein vergeblich) Hoffnungen auf einen Derbysieg machte, erwartete uns schon im Stimberg-Stadion. So wurden dann schon mal alle möglichen Konstellationen durchgegangen, wer wie warum am Abend als Sieger das Westfalenstadion verlassen wird (doch dazu später mehr). |
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| Spiel: |
Einen echten Oberligakracher erlebten
die 360 zahlenden Zuschauer an diesem kalten und regnerischen Nachmittag
nicht. Die Erkenschwicker bekamen einen Elfmeter nach einer mehr als
undurchsichtigen Situation im Strafraum zugesprochen. Vielleicht
Foulspiel, vielleicht Handspiel… Tor: 1:0 (45.) Bendig (FE) |
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| Stimmung: |
Gästefans konnten keine identifiziert werden. Dafür machte der Anhang der Erkenschwicker mächtig Dampf mit seinen Pauken unter dem Tribünendach. |
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| Vereine: |
Als so genannter wilder Verein (d. h. ohne Spielbetrieb in einem Verband) wurde am 9. Juni 1916 der SV Erkenschwick gegründet. Zwei Jahre später folgte der Anschluss an den Fußballverband Emscher-Lippe. Um die Aufnahme in den Westdeutschen Spielverband zu erreichen, trat 1921 die Fußballabteilung dem Turnverein 1909 Erkenschwick bei. Dieser fusionierte nur ein Jahr später mit dem Blau-Weiß Oer zur SpVgg Erkenschwick. 1943 stieg die Mannschaft in die Gauliga auf. Die folgende Saison – unter Trainer Ernst Kuzorra – wird aufgrund des Krieges nicht zu Ende gespielt. 1947 wird die Spielvereinigung neben Borussia Dortmund, VfL Witten 07, STV Horst-Emscher und Schalke 04 als westfälische Vertreter in die neue Oberliga West aufgenommen. In der folgenden Saison fügten die Erkenschwicker den Schalkern die erste Heimniederlage (2:1 in der Glückaufkampfbahn) nach dem Krieg zu. Bis 1953 kann sich der Verein in der Oberliga halten, doch dann folgte der Abstieg. Horst Szymaniak , 1934 in Erkenschwick geboren und Bergmann auf Ewald-Fortsetzung, wird noch als Jugendlicher in der 1. Mannschaft eingesetzt. 1955 wechselt er zum Wuppertaler SV (später ging er dann zum Karlsruher SC, CC Catania und Inter Mailand). Danach wird es still um die Spielvereinigung, die in den folgenden Jahren zwischen Zweit- und Drittklassigkeit pendelt. Mitte der 70er Jahre schafft der Verein noch den Sprung in die neugeschaffene 2. Bundesliga, doch nach zwei Spielzeiten erfolgt der Abstieg. Für die Saison 79/80 kehren sie noch einmal für eine Spielzeit in die Zweite Liga zurück. Da diese aber in der nachfolgenden Spielzeit eingleisig wird, war die +Hürde für die Erkenschwicker zu hoch. Es folgen Jahre in der Oberliga – der damaligen dritthöchsten Spielklasse und auch die Qualifikation für die neugeschaffene Regionalliga gelingt der Spielvereinigung. 1999 Abstieg in die Oberliga, ein Jahr später sogar in die Verbandsliga. Der Aufstieg zurück in die Viertklassigkeit gelang erst 2004. Der SV Schermbeck wurde im Jahre 1912 als Turnverein gegründet. In den letzten 25 Jahren pendelte der Verein meist zwischen Kreis- und Bezirksliga. Vor fünf Jahren begann dann der Aufstieg von der Bezirksliga in die Oberliga. Im ersten Oberligajahr belegten die Schermbecker den 13. Rang. |
| Stadion: |
Aufgrund des sportlichen Erfolges der Spielvereinigung entschloss sich die Stadt Ende der zwanziger Jahre das Stimberg-Stadion, welches für einige Jahre auch den Namen Hindenburg-Kampfbahn trug, zu bauen. Das Fassungsvermögen liegt bei 20.000 Zuschauern (zeitweise auch bei 25.000) und war im Laufe der letzten 70 Jahre nur zweimal ausverkauft (1948 in der Oberliga West gegen den FC Schalke 04 und 1967 im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München). In den 70er Jahre wurde das Stadion noch mal aus- und umgebaut. Der Tribüne sieht man das auch an, denn dabei handelt es sich um einen einfachen Zweckbau. Durch die Laufbahn ist der Zuschauer relativ weit weg vom Spielgeschehen, was aber die recht hohen Steh- Sitzränge teilweise kompensieren können. |
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Zielsicher steuerte Meister Zumsel das KFZ nach dem Spiel in Erkenschwick in die Nähe des Westfalenstadions. Der rund 15-minütige Fußmarsch durch die „schwatz-gelben“ Horden verlief ohne Zwischenfälle. |
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Tageskilometer: 505 km mit dem KFZ von Berlin nach Oer-Erkenschwick Saisonkilometer: 17.687 km (11.426 km PKW, 2.641 km Bahn, 3.620 km Flugzeug) |
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