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Die Wiege des schwedischen Fußballs steht in Göteborg und auch der älteste Verein des Landes kommt aus dieser Stadt: Örgryte. Schwedischer Rekordmeister ist immer noch der IFK und mit Örgryte, GAIS und Göteborgs IF (1903) stellt die zweitgrößte (fast 500.000 Einwohner) Stadt Schwedens drei weitere Landesmeister. Die große Fußballleidenschaft und somit auch einigermaßen vernünftige Zuschauerzahlen findet der Schweden-Besucher aber nicht hier, sondern in Stockholm vor. In der letzten Saison lagen die Zuschauerzahlen der beiden Göteborger Clubs mit im Schnitt 11.500 (IFK) bzw. 8.600 (Örgryte) deutlich hintern den der Hauptstadtclubs: AIK 17.000, Djurgardens IF 16.000 und Hammarby mit über 14.000 Zuschauern. Da das „Steineschmeissen" am 1. Mai auf die Dauer auch langweilig wird, kam man der Hauptstadt an diesem Wochenende getrost den Rücken kehren. Nachdem Schweden-Tielemann und der Exil-Anhaltiner am Bahnhof Zoo eingesammelt wurden, starte die kleine, aber feine Gruppe am Freitag Richtung Rostock um dort die Fähre nach Trelleborg zu besteigen. Clever wie man nun mal ist, setzte sich die Reisegruppe von den üblichen Touristen ab und mischte sich unter das Truckervolk. Die haben einen gesonderten Bereich mit TV und sonstigen Annehmlichkeiten. Als gegen Mitternacht der letzte Trucker seine Kabine aufsuchte machte sich erstmal Freude breit, welche aber nur kurz andauerte (Freude darüber, dass wir als Schlafstätte einen eigenen Raum mit herrlich gepolsterten Inventar für uns alleine hätten). Aber ein Crewmitglied erteilte uns kurz danach einen Platzverweis. Selbst eine kleine Rudelbildung unter Zuhilfenahme einiger Notlügen ("Wir sind doch Trucker!") konnten den guten Mann nicht umstimmen. Also ging es mit Sack und Pack in den Bereich für das gemeine Volk. Zwischen einem koreanischen Fußballstar (der sich mitten in der Nacht in Ermangelung einer Decke den ganzen Körper voller Wärmepflaster klebte) und einem lustigen Araber fand man dann doch noch drei Plätzchen. Außer dem Exil-Anhaltiner konnte die Gruppe aber so gut wie gar nicht schlafen. Irgendwie und Irgendwann ging die Nacht dann aber doch zu Ende und als wir in Trelleborg die Fähre verließen begrüßte uns die schwedische Sonne. Nach zwei Fotostops in Trelleborg und Varberg erreichten wir gegen Mittag die zweitgrößte Stadt des Landes. |
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| Spiel: |
Gerade mal zwei Spieltage sind in der Superettan bislang absolviert die beiden heutigen Kontrahenten sind noch sieglos. Frölunda hat zwei Unentscheiden auf dem Konto (1:1 Enköpings und 0:0 gegen Bromma), während Falkenberg mit zwei Niederlagen (jeweils 0:2 gegen Bromma und BK Häcken) das Tabellenende ziert. Västra Frölunda war im ersten Durchgang die Spielbestimmende Mannschaft und hatte zahlreiche gute Möglichkeiten zur Führung. Aber nach dem ersten halbwegs vernünftigen Angriff der Falkenberger stellte sich ein Abwehrspieler ziemlich dumm an und stieß den Gästestürmer im Strafraum um (0:1 Björn Carlson). Fast im Gegenzug schon das 1:1 durch Hendrik Andersson, der nach einem scharfen Freistoss den Überblick behielt und den Ball über die Linie schob. In der 57. Minute durfte sich dann Frölunda zum ersten Mal über eine Führung freuen. Arush Bajut schlenzte den Ball vom 16er am Torwart vorbei. Auch in der Folgezeit konnte Falkenberg nicht zulegen und ließ Frölunda eifrig spielen. Die Vorentscheidung fiel dann in der 72. Minute: Einen wunderbar Herausgespielten Angriff konnte erfolgreich abgeschlossen werden. |
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| Stimmung: |
Zu Beginn präsentierten die Falkenberg-Supporter eine kleines Intro mit gelben Kassenrollen. Artig wurden diese sofort danach wieder eingesammelt. Während der Partie gab es beiderseits Anfeuerungsrufe, wobei die Gästefans sich aktiver zeigten. |
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| Vereine: |
Västra Frölunda kann stolz auf zehn Spielzeiten in der höchsten schwedischen Liga zurückblicken. Gegründet wurde Verein bereits im Jahre 1903 unter dem Namen Älvsborgs GoIF und wurde 1930 nach dem Göteborger Stadtteil umbenannt. 1987 gelang zum ersten Mal der Aufstieg in die Allsvenska (1989 Abstieg). Danach noch 1992 (Abstieg 1995) und zuletzt 1998 (Abstieg 2000). Västra Frölunda ist für seine gute Jugendarbeit bekannt, was man an den nationalen Erfolgen der Junioren sieht. Die jungen Talente gehen dann aber meist zu den „großen“ Clubs. 1928 wurde Falkenberg FF gegründet und konnte im letzten Jahr gerade noch den Abstieg verhindern. |
| Stadion: |
Das Ruddalen ist ein kleines, aber feines Stadion. Auf den beiden Längsseiten befinden sich überdachte Tribünen. Die Haupttribüne besteht aus Betonstufen an deren Enden sich Stehplatzbereiche befinden. In der Mitte ist eine kleiner Presse- und VIP-Bereich. Die Tribüne auf der Gegenseite ist ganz aus Holz bzw. Holzbänken. Hintern den Toren gibt es jeweils kleine Stehplatzgerüste. Ungewöhnlich sind die acht (!!!) Flutlichtmasten und die Beschaffen der Spielfläche. Diese besteht aus Kunstrasen mit schwarzem Sand. |
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Am Rande der Partie lernten wir noch einen deutschen Spielervermittler aus der Nähe von Zwickau kennen, der seit fünf Jahren in Göteborg lebt und uns allerlei hilfreiche Informationen geben konnte. Am frühen Abend machten wir noch einen kleinen Abstecher ins Slottskogsvallen, einem wunderschönen Stadion (für offiziell 23.000 Zuschauer) und Heimstätte von Skogens IF (Division V b Göteborg)....(weiter) |
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