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              Aufstiegsspiel zur Regionalliga Nord, Saison 03/04, 30.05.04               

 

   2:4  

 

VFC Plauen - Hertha BSC Berlin (A)

 

Plauen, Vogtlandstadion (6.049 Zuschauer)

 

 

Um 8:30 ging es erstmal in den Ostteil der Hauptstadt um Mister Nordostfussball himself (einschließlich 450 Fanzines) und MF 85 einzusammeln. Die Fahrt über Dresden und Chemnitz gestaltete sich mal wieder typisch wenn man Mister Nordostfussball an Bord hat: Ständige Nörgelei in Richtung meines fahrbaren Untersatzes. Keine Mark auf der Naht, aber dicke Fresse! Nun ja, mittlerweile hat man ja ein dickes Fell und so war die rund dreistündige Fahrt wenigstens nicht langweilig und um kurz nach 12 erreichten wir dann das Vogtlandstadion. Die Zeit um Anpfiff überbrückten wir mit dem Verkauf von Fanzines und von den 450 wurden immerhin 40 an den Mann gebracht (wobei sich gerade die Gästefans extrem konsumfreudig zeigten).

 

 

Spiel:

Nach einem Foul kurz vor 16er entschied der gute Schiedsrichter auf Freistoß. Diesen hämmerte Gleis nach drei Minuten aus über 20 Meter in die Maschen. Besser konnte die Partie nicht eröffnet werden, zumal kurz danach Nando Rafael eine Unsicherheit von Plauens Keeper Golle nutzen konnte und zum 1:1 (9. Min.) abstauben konnte. In den verbleiben 80 Minuten waren die Gäste aus Berlin das bessere Team und ließen sich auch vom abermaligen Rückstand (2:1, 54. Min. Rische) nicht aus der Ruhe bringen. Die Antwort folgte ein paar Minuten später, als der kurz zuvor eingewechselte Ludwig den Ausgleich erzielte. Danach spielte nur noch eine Mannschaft: Hertha. Aber die technische Überlegenheit wurde erst in der Schlussphase erfolgreich umgesetzt. Der Doppelschlag in der 87. und 88. Min. Dejagah dürfte die Zweitvertretung der Hertha den Platz in der Regionalliga bescheren.

 

 

Stimmung:

Mit großen Erwartungen sind wir nach Plauen gereist und all die Erwartungen erfüllten sich nicht. Zwar feuerten die Zuschauer Ihr Team artig an, aber der Funke sprang meist nicht über. Besonders peinlich zwei Aktionen: Zum einen die ständigen Urwaldgeräusche wenn Nando Rafael an den Ball kam und zum anderen als der „Ultra-Block“ sang „Steht auf wenn Ihr Plauener seit“ und sich keiner von den Sitzplätzen erhob. Ganz nett allerdings die Wechselgesänge zwischen Gegengrade und Haupttribüne.

 

 

Vereine:

Gegründet wurde der Vogtländische Fußball Club Plauen im Jahre 1903. 1945 erst Auflösung und im gleichen Jahr Neugründung unter dem Namen SG Plauen Süd (andere Quellen schreiben auch SG Plauen West). 1949 erfolgte die Umbenennung in BSG Sachsenverlag Plauen und ein Jahr später die Fusion mit der ZSG Zellwolle Plauen zur BSG Rotation Plauen. Die ersten Jahre verbrachte der Verein in der Bezirksklasse und 1951 folgte der Aufstieg in die DDR-Liga. 1955 Umbenennung in BSG Wismut Plauen (Abstieg in die Bezirksliga, ein Jahr später wieder der Aufstieg in mittlerweile neu genannte II. Liga). 1963 gab es dann wieder ein Umbenennung in BSG WEMA Plauen (ab 1976 dann BSG Motor WEMA / Aufbau Plauen). Von 1964 bis 1973 spielten die Vogtländer in der DDR-Liga und danach bis 1990 in der Bezirksliga bzw. Bezirksklasse. 1990 nahm der Verein seinen Gründungsnamen VFC Plauen wieder an. Nach einem Jahr in der Landesliga Sachsen (der fünfthöchsten Spielklasse) belegte der Verein den ersten Platz und stieg in die Oberliga auf (und direkt wieder ab). 1994 folgte dann der erneute Aufstieg in die Oberliga und nach nur zwei Spielzeiten sogar der Aufstieg in die Regionalliga. Diese musste man im Jahre 2000 wieder verlassen und so spielt der VFC Plauen wieder in Oberliga.

   
Stadion:

Das Vogtlandstadion in Plauen ist eine durchaus sehenswerte Sportstätte und herrlich gelegen. Die überdachte Haupttribüne ist zwei geteilt und durch deren Mitte laufen die Spieler auf dem Rasen. Die Form des Stadions ist oval und das Spielfeld umgibt eine Laufbahn. Das Fassungsvermögen liegt bei rund 12.000 Zuschauern.

 

 

 

 

Als Rückweg wählten wir die A9 und nach abermaligen drei Stunden in meinem geliebten KFZ waren wir dann wieder in Berlin. Diesmal sorgte eine von vier möglichen Kontrollleuchten für Unterhaltung, den die mit der Batterie leuchtete während der Rückfahrt. Mister Nordostfussball, nebenbei noch KFZ-Mechaniker, hatte auch schnell die Analyse parat: "Naja, das war es dann wohl mit Deinem Auto - Lichtmaschine kaputt - viel zu teuer und lohnt sich eh nicht mehr:" Voller Trauer verabschiedete ich mich innerlich schon von dem 19 Jahre alten Gefährt. Nachdem Mister Nordostfussball aber das KFZ verließ, hatte die Lampe auch keinen Bock mehr zu leuchten.

 
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