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Fürth, Playmobilstadion (9.311 Zuschauer) |
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Am frühen Sonntagmorgen ging es dann via ICE ins Frankenland. Die erste Teilstrecke war extrem nervig, da eine Rentnertruppe aus dem Rheinland mich um mein wohlverdientes Nickerchen brachte. Ab Würzburg war es dann umso lustiger, da VfB-Fans (nach durchzechter Nacht in Hamburg) zustiegen. |
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| Spiel: |
Die Fürther kontrollierten die Partie in der Anfangsphase, passten sich jedoch mit vielen Fehlpässen den Bielefeldern an. Der erste Aufreger ereignete sich nach ca. 10 Spielminuten, als Jan Hoffmann einen Lupfer aus spitzem Winkel auf das Aluminium setzte. Ein wenig überraschend ging dann der Gast aus Ostwestfalen in Führung: Eine einfache Eingabe von außen konnte Dammeier erfolgreich verwerten (25. Min.). Fünf Minuten später kam Dammeier wieder an den Ball nutzte den Stellungsfehler von Fürths Schlussmann Neuhaus eiskalt aus, und schon stand es 0:2 (30. Min.). Nach gut einer Viertelstunde in der zweiten Halbzeit verstärkte Fürth den Druck. Erst konnte der Bielefelder Torhüter gegen Rösler ein Tor verhindern, war dann aber gegen den Kopfball von Ruman machtlos (1:2, 65. Min.). Fürth arbeitete weiter fleißig nach vorne, ohne aber zwingende Möglichkeiten herauszuspielen. Als Rösler in der 81. Minute mit einer gelb-roten Karte bedacht wurde, war der Sieg der Arminia in trockenen Tüchern. |
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| Stimmung: |
"Zweitliga-Routine"! Bei den Bielefeldern kamen die "Fahnschwenkaktion" ganz gut rüber. Bei den Fürthern war der "Oberultra" lauter als der ganze Block. Trotz der ganz guten Kulisse war die Stimmung eher schwach. |
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| Vereine: |
Am 1. Juli 1996 wurde die SpVgg Fürth namentlich "begraben." Unter diesem Namen wurde der Verein in den Jahren 1914, 1926 und 1929 Deutscher Meister und spielte nach dem zweiten Weltkrieg bis 1963 in der Oberliga, der damals höchsten deutschen Spielklasse. Gegründet wurde die Fußballabteilung des TV 1860 Fürth im Jahre 1903 und nannte sich drei Jahre später in SpVgg Fürth um. Seit der Fusion mit dem TSV Vestenbergsgreuth 1996 tragen die Franken den Namen SpVgg Greuther Fürth. Am 3. Mai 1905 gründete sich der 1. Bielefelder FC Arminia. Kurz danach schloss sich der FC Siegfried dem Verein und 1919 fusionierten sie mit der Bielefelder TG 48 (neuer Name: TG Arminia Bielefeld). Die Fusion hielt allerdings nicht lange und im Jahre 1922 wurde der ganze Verein erst mal aufgelöst und nach gut zwei Wochen unter dem ursprünglichen Namen 1. Bielefelder FC Arminia neu gegründet (seit 1926 DSC (Deutscher Sport-Club) Arminia Bielefeld). Als größte Erfolge weist der Club insgesamt sechs Aufstiege in die Bundesliga (1970, 1978, 1980, 1996, 1999, 2002) aus. Insgesamt elf Spielzeiten in der ersten Liga runden das Bild einer klassischen Fahrstuhlmannschaft ab. |
| Stadion: |
Das Playmobilstadion ist schon ein komisches Stadion. Es gibt eine wunderschöne Haupttribüne aus den 50er Jahren, eine recht neue Tribüne auf der Gegenseite und dazwischen auf der einen Seite eine lieblose Stahlrohrtribüne. Die ehemals ovale Form des Stadions ist in Ansätzen auch noch zu erkennen. Fußball wird im Ronhof, so der alte Name dieser Sportstätte, seit 1910 gespielt. Nachdem infolge des zweiten Weltkriegs die alte Holztribüne abgebrannt war, errichtet man diese 1951 neu. Auf dieser können auf 24 Reihen verteilt 2.000 Zuschauer Platz finden. Sie ist 50 Meter lang und 17 Meter tief und zweifellos ein Prunkstück. Mit dem sportlichen Niedergangs der Spielvereinigung verfiel auch das Stadion. Anfang der 80er Jahre überlegte die Verantwortlichen daher, den Ronhof zu verlassen, mit dem TSV 1860 Fürth zu fusionieren und dann ins Nürnberger Frankenstadion umzuziehen. Aber ein Nürnberger Spielzeugfabrikant "rettete" den Verein vor dem Konkurs, indem er das Gelände für 12 Mio. DM kaufte. Der ursprüngliche Plan auf dem Areal Wohnung zu bauen wurde dann aber in den 90er begraben. Der Fabrikant machte noch mal Geld für eine Sanierung locker und verpachtet das Stadion dem "neuen" Verein SpVgg Greuther Fürth. Der Preis: Das Stadion hieß und heißt fortan Playmobilstadion. Die ganze Sanierung wurde 1999 beendet, als in der Südkurve das Stahlrohrgerüst installiert wurde. |
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