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Brandenburg, Werner-Seelenbinder-Sportplatz (ca. 300 Zuschauer) |
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Heute standen eigentlich zwei Hamburger Stadien auf dem Programm, doch zwei Mitfahrer mussten leider "Angina"-bedingt passen. Somit wurde auf dem bunten Topf der Nachholspiele die Partie zwischen dem Brandenburger SC Süd 05 und dem Berliner FC Türkiyemspor gezogen. |
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| Spiel: |
In der Anfangsphase zeigte der Gast, dass zurecht im oberen Tabellendrittel zu finden ist. Aber schon nach gut zehn Minuten verflachte die Partie total. Das 1:0 erzielte kurz vor der Pause Frank Görisch nach feiner Einzelleistung. Der zweite Durchgang war dagegen schon wesentlich unterhaltsamer. Zwei weitere Tore, eine gelb-rote Karte, zahlreiche Schauspielereinlagen, ein überforderter Schiedsrichter und übel pöbelndes einheimisches Volk rundeten diesen saukalten Nachmittag ab. |
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| Stimmung: |
Der Anhang, der der Heimmannschaft zuzuordnen war stand auf der linken Seite der Gegengerade. Einige Mal hallte so auch "Süd-Feuer (!?) über den Platz. Wie nicht anders zu erwarten, gab es auch üble Sprüche Richtung Gästemannschaft: "Asylanten" und "Kein Tor für Türkiyem". Dies sind dann nun die Schattenseiten des Fußballs im Nordosten. Lieber alte "Landser" Lieder singen als die eigene Mannschaft unterstützen. Daher gilt es an dieser Stelle vor den sechs mitgereisten türkischen Fans aus Kreuzberg den Hut zu ziehen, die Ihrer Mannschaft moralische Unterstützung gaben. |
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| Vereine: |
Wie aus dem Vereinsnamen bereits ersichtlich wird, ist der Brandenburger Verein fast 100 Jahre alt. Entstanden ist er 1905 aus der Fusion von Germania und Tasmania zum Brandenburger Ballspielclub 05 (später dann Brandenburger Sportclub 05). Ende der 30er Jahre stieg sie in die Gauliga auf. Nach dem zweiten Weltkrieg erfolgte die Neugründungs zunächst als BSG Brandenburger Traktorenwerke und später dann als Motor Brandenburg Süd. Zur DDR-Zeiten nie erstklassig und ohne nennenswerte Erfolge. Nach der Wende gönnte sich der Klub den alten Vereinsnamen. Der Aufstieg in die Oberliga gelang 1999. Türkiyemspor wurde 1978 als Berliner FC Izmirspor in Berlin-Kreuzberg gegründet. 1985 Umbenennung in Berliner FC Türkiyemspor. 1994 schaffte man dann den Aufstieg in die Regionalliga, wo man allerdings auch nicht lange blieb. In den folgenden Jahren Abstieg bis in die Verbandsliga. Leider ist der Verein finanziell sehr angeschlagen (Fanseite). |
| Stadion: |
Seit ca. zwei Jahren verfügt der Werner-Seelenbinder-Sportplatz über eine recht schmucke Tribüne, die sich bei den Spielen auch ganz gut füllt. Auf der Gegengerade und hintern den beiden Toren gibt es zusätzlich noch ein paar Stufen und natürlich darf der im Nordosten übliche Sprecherturm nicht fehlen. Verglichen mit vielen anderen Plätze in der Staffel ist somit der Ausbau recht ordentlich. |
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